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Arnold Zweig zum fünfzigsten Todestag

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Edited By Krzysztof Kłosowicz

Dieses Buch umfasst Studien zum Leben und Werk des in der schlesischen Stadt Glogau geborenen Schriftstellers Arnold Zweig. Ziel der Veröffentlichung ist es, des ein wenig in Vergessenheit geratenen Autors fünfzig Jahre nach dem Tod zu gedenken und seinen umfangreichen Nachlass im Lichte der literatur- bzw. kulturwissenschaftlichen sowie komparatistischen Fragestellungen wieder in den Fokus der Diskussion zu stellen. Daher bietet das Buch sowohl einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand als auch eine Fülle an neuen Forschungsanstößen.

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Vorwort

Vorwort

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Wer hätte gedacht, dass fünfzig Jahre nach dem Tod eines so berühmten Schriftstellers wie Arnold Zweig die Forschung für dessen Schaffen ein so geringes Interesse aufbringt, zumal er auch ein Spiegelbild seiner Epoche darstellt. Im vorliegenden Band versuchen deutsche und polnische Germanistinnen bzw. Germanisten zu zeigen, dass es lohnenswert ist, sich mit seinem Werk zu beschäftigen, nach neuen Zugängen zu suchen.

In dem einleitenden Beitrag gibt KAROL SAUERLAND (Warszawa) einen Überblick über die verschiedensten Lebensphasen bzw. „Wenden“ Zweigs, wobei er besonders auf dessen stetes Bekenntnis zum Judentum – sei es der Zionismus, sei es das Ostjudentum, sei es das Jüdisch-Sein – rekurriert. In einer getrennten Studie interpretiert er ausführlich die in der Sekundärliteratur recht stiefmütterlich behandelten jüdischen Dramen, Ritualmord in Ungarn, Abigail und Nabal und Die Umkehr aus Zweigs früher Schaffenszeit. Die zeitgenössische Kritik verstand kaum, dass sie einen Versuch darstellten, der in der Kunstwart-Debatte aufgestellten Forderung nach der Schaffung einer eigenen jüdischen Literatur in deutscher Sprache nachzukommen. Zweig greift hier sowohl auf biblische Motive als auch auf den Chassidismus zurück, wie er durch Martin Buber übermittelt worden war.

Anders als Sauerland legt BARBARA SUROWSKA (Warszawa) in ihrer Skizze Abigail und Nabal aus. Für sie ist es ein „Seelendrama“, was sie detailliert zu begründen weiß.

ANDREA RUDOLPH (Opole) vergleicht Den Mann des Friedens von 1915 mit dessen Umarbeitung von 1923, die von Zweig Helbret Friedebringer betitelt wurde. Hierbei erweist...

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