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Arnold Zweig zum fünfzigsten Todestag

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Edited By Krzysztof Kłosowicz

Dieses Buch umfasst Studien zum Leben und Werk des in der schlesischen Stadt Glogau geborenen Schriftstellers Arnold Zweig. Ziel der Veröffentlichung ist es, des ein wenig in Vergessenheit geratenen Autors fünfzig Jahre nach dem Tod zu gedenken und seinen umfangreichen Nachlass im Lichte der literatur- bzw. kulturwissenschaftlichen sowie komparatistischen Fragestellungen wieder in den Fokus der Diskussion zu stellen. Daher bietet das Buch sowohl einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand als auch eine Fülle an neuen Forschungsanstößen.

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Grażyna Krupińska: Männlichkeitsbilder in den frühen Novellen von Arnold Zweig

Männlichkeitsbilder in den frühen Novellen von

Arnold Zweig

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Grażyna KrupińskaUniwersytet Śląski (Katowice)

Wilhelm von Sternburg wünschte sich im Jahre 1990, dass das Werk und die geistige Welt Arnold Zweigs „wieder stärker Gegenstand der Forschung würden. Denn hier gibt es sowohl auf dem biographischen als auch auf dem werkinterpretatorischen Feld nach wie vor entscheidende Lücken.“1 Dies würde insbesondere, wie der Biograf hinzufügte, die frühe, noch viele weiße Flecken aufweisende Schaffensphase betreffen. Nun wurde diese Erkenntnis, wohlgemerkt, schon vor fast 30 Jahren geäußert.2 In dieser Zeitspanne sind zwei größere Arbeiten erschienen, die das Wissen über das Leben und Schaffen Zweigs vor 1914 um einiges bereichern. Zum einen geht es hier um den 1996 in Berlin veröffentlichten Briefwechsel des Ehepaares Zweig mit Helene Weyl3, zum anderen um die Dissertation einer ungarischen Germanistin unter dem Titel „Kunstvolle Maskerade“: Modernität und Epigonalität in Arnold Zweigs „Die Novellen um Claudia“ aus dem Jahre 20054.

Die Zäsur 1914 im Leben und Werk Arnold Zweigs bedarf keiner näheren Erörterung. Die Kriegserfahrung, oder wie Sternburg es nennt: die „Erziehung im Krieg“5 (und die beginnt eigentlich im Frühjahr 1916), verwandelt den einsamen und bewusst am Rande des Tagesgeschehens stehenden Kunstästheten in einen engagierten, pazifistisch gesinnten Schriftsteller. Die Verarbeitung der Kriegserlebnisse wird, neben der Auseinandersetzung mit dem Judentum, zum großen Lebensthema des Dichters.6 Die früheren literarischen Werke könnte man somit leichtherzig als noch unreife, sich an großen...

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