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Arnold Zweig zum fünfzigsten Todestag

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Edited By Krzysztof Kłosowicz

Dieses Buch umfasst Studien zum Leben und Werk des in der schlesischen Stadt Glogau geborenen Schriftstellers Arnold Zweig. Ziel der Veröffentlichung ist es, des ein wenig in Vergessenheit geratenen Autors fünfzig Jahre nach dem Tod zu gedenken und seinen umfangreichen Nachlass im Lichte der literatur- bzw. kulturwissenschaftlichen sowie komparatistischen Fragestellungen wieder in den Fokus der Diskussion zu stellen. Daher bietet das Buch sowohl einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand als auch eine Fülle an neuen Forschungsanstößen.

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Alan Rymarczyk: Von den Brettern, die die Welt bedeuten. Zweigs Gedanken zum Theater

Von den Brettern, die die Welt bedeuten.

Zweigs Gedanken zum Theater

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Alan RymarczykUniwersytet Śląski (Katowice)

Es war das Jahr 1907, als der zwanzigjährige Abiturient Arnold Zweig sein Lehrerstudium in Breslau aufnahm.1 Am 2. Oktober dieses Jahres öffneten sich vor der Öffentlichkeit der oberschlesischen Industriestadt Kattowitz, in der sich die Familie Zweig 1896 niedergelassen hatte2, zum ersten Mal die Türe des Stadttheaters.3 Es sollte als ein Zeugnis der deutschen Obrigkeit gelten und gleichzeitig einen Tempel deutschen Geistes bilden. „Deutschem Wort, Deutscher Art“ hieß die Inschrift auf dem Tympanon.4 Wie hängt diese Widmung mit der kulturell-aufklärenden Mission des Theaters zusammen?

In diesem Beitrag werde ich mich auf den Band Das deutsche Theater der Gegenwart beziehen, den Max Krell 1923 beim Münchener Verlag Rösl & Compagnie mit dem Ziel herausgegeben hatte, das Theater in all seinen Facetten möglichst detailliert zu charakterisieren. Motiviert von „eine[r]; gewissen Unkenntnis“ der Zuschauer „über die Grundlagen dieser Institution“5, stellten sich die Autoren der einzelnen Beiträge die Aufgabe, das Publikum von den bis dahin herrschenden Illusionen und „angenehmen Vorstellungen“ von der Schaubühne zu befreien und zu zeigen, wie sich das Theater zu einer immer mehr technisierten öffentlichen Institution verwandelte und das in einer Zeit, in der es angesichts des zunehmenden Materialismus ums Überleben kämpfte.6 Arnold Zweig steuerte dem Band zwei Aufsätze bei: Epoche und Theater sowie Theater, Menge, Mensch.

In der kurzen, mit Epoche und Theater betitelten Abhandlung geht es um das Theater als ein politisches Medium. Die Verbindung des...

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