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Rumäniendeutsche Seinszusammenhänge und weitläufigere Bezüge

Literarische Kommunikation in der deutschsprachigen Literatur Rumäniens - das Fallbeispiel Joachim Wittstock

Edited By Maria Sass, Olivia Spiridon and Stefan Sienerth

Dieser Band beleuchtet am Einzelbeispiel des in Hermannstadt/Sibiu lebenden Schriftstellers Joachim Wittstock größere Zusammenhänge der deutschen Minderheitenliteratur in Rumänien. Einblicke in biografische Episoden, persönliche Erinnerungen an den Autor und Analysen seines Werkes wie des sozio-kulturellen Umfeldes bestimmen die thematische Breite dieser Veröffentlichung. Literaturwissenschaftler aus Deutschland und Rumänien, darunter viele Weggefährten und Freunde Joachim Wittstocks, nehmen den 80. Geburtstag des Schriftstellers und Literaturhistorikers zum Anlass, ein erhellendes Licht auf sein Werk und auf den deutschen Literaturbetrieb in Rumänien in den 1970er und 1980er Jahren zu werfen. Sie zeigen Möglichkeiten und Mechanismen auf, wie eine Minderheitenliteratur in einer der repressivsten kommunistischen Diktaturen Osteuropas unter schweren Bedingungen fortbestehen und grenzübergreifende literarische Netzwerke aufrechterhalten konnte. Und nicht zuletzt schildern sie, unter welchen Bedingungen ihre Akteure lebten, schrieben, miteinander kommunizierten und dem Druck der Zensur Widerstand leisteten.

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Ioana Crăciun (Bukarest): „Die bildnerischen Möglichkeiten der Sprache [sind] unbegrenzt“: Sprachkritische und sprachphilosophische Reflexionen in Joachim Wittstocks Roman Die uns angebotene Welt. Jahre in Klausenburg

„Die bildnerischen Möglichkeiten der Sprache

[sind] unbegrenzt“

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Ioana Crăciun (Bukarest)

Sprachkritische und sprachphilosophischeReflexionen in Joachim Wittstocks RomanDie uns angebotene Welt. Jahre in Klausenburg

Abstract: Joachim Wittstock’s novel Die uns angebotene Welt. Jahre in Klausenburg (2007) is a partially autobiographical fiction depicting the social and political climate of the early sixties in communist Romania. The novel questions the strategy which Romania’s German minority opted for during the communist regime in order to preserve its own cultural identity, despite the persecutions it was exposed to. Joachim Wittstock depicts several forms of cultural resistance within the German minority in Romania: the two most important ones are religious music capable of combatting the atheism of the communist regime, and the literary language capable of combatting its stereotypical political discourse. The paper analyses the profound connection between music and language as a means of fighting against dictatorship and focuses on the philosophical reflections which accompany their transformation into instruments meant to express and to defend the cultural identity of a minority.

Keywords: Romania, Communism, Dictatorship, German Minority, Music, Language, Resistance, Cultural Identity

Dem Titel des 2007 im Bukarester ADZ-Verlag veröffentlichten Romans von Joachim Wittstock Die uns angebotene Welt wohnt ein betont kontemplatives Moment inne. Gegenstand des im Romantitel angekündigten Kontemplationsakts ist eine universalistisch formulierte „Welt“, deren zeitliche und räumliche Begrenzung im Untertitel des Romans – Jahre in Klausenburg – als Fokussierung des auktorialen Blicks auf das Exemplarische zu deuten ist. Aus der zeitlich wie räumlich begrenzten Welt der siebenbürgischen Metropole...

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