Show Less
Restricted access

Bildnis der Arbeit

Emotionen, Werte und Einstellungen zur Integration: Eine Mixed Methods-Untersuchung zur Repräsentation und Wahrnehmung des visuellen Arbeitsmarktdiskurses in österreichischen Medien

Andreas Schulz

Die Themen ‚Flucht und Asyl‘ dominieren seit dem langen Sommer der Migration 2015 die Nachrichtenagenda. Neben den stereotypisierten entmenschlichenden Massendarstellungen der frühen visuellen Berichterstattungen ist von besonderem Interesse, inwiefern Geflüchtete im Zuge der Arbeitsmarktintegration 2015 bis 2018 dargestellt werden. Anhand eines Mixed Methods Designs, einer visuellen Diskursanalyse und einem Online-Experiment, sollen idealtypische Repräsentationen extrahiert und die emotionalen Wirkungen auf die Mediennutzer*innen untersucht werden. Es wird deutlich, dass vor allem anzugtragende, weiße und männliche Politiker den Diskurs dominieren. Soziodemografische Aspekte haben keinen signifikanten Einfluss auf die Wahrnehmung von Integrationsmaßnahmen auf dem Arbeitsmarkt, wohingegen der Kontakt mit Flüchtlingen eine negative Wirkung hat.

Show Summary Details
Restricted access

III FORSCHUNGSDESIGN und METHODEN

III FORSCHUNGSDESIGN und METHODEN

Extract

„There is a distinct tradition in the literature on social science research methods that advocates the use of multiple methods.“ (Jick 1979: 602) Allerdings ist die Integration von qualitativen Forschungsparadigmen in quantitative Forschungsdesigns eine neuere Entwicklung im Feld der Mixed Methods in den Sozialwissenschaften (vgl. Denzin 2012). Aufgrund epistemologischer Bedenken galt die Verbindung qualitativer und quantitativer Ansätze lange Zeit als unvereinbar (vgl. Flick 2011: 75). Eine integrative Sozialforschung orientiert sich am Untersuchungsgegenstand. Daher unterliegt die Wahl der Methoden nicht nur einem Forschungspragmatismus, sondern auch einer theoretischen Begründung, die die Verbindung von Forschungsansätzen erläutert (vgl. Flick 2011: 9). Triangulation heißt, dass ein Forschungsgegenstand von mindestens zwei Punkten aus betrachtet wird (vgl. ebd.: 11). Dies wird hinsichtlich des Ausgangsproblems, der emotionalen Wirkung von Medienrezipient*innen, wenn sie arbeitsmarktintegrative Themen zur Issue Flüchtlinge lesen, deutlich. Haben visuelle Stimuli Auswirkungen auf das Framing des Medienartikels? Und welche visuellen Bildtypen gibt es überhaupt im Kontext des Diskurses „Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen?“ Da sich der ersten Frage nur im Anschluss an die Zweite angenähert werden kann, müssen pragmatische, als auch theoretisch fundierte Methoden hierfür identifiziert werden.

Um Bildtypen aus Medienartikeln zu identifizieren bieten sich qualitative und quantitative Analyseverfahren an. Eine Möglichkeit ist hierbei eine quantitative Inhaltsanalyse, in der die Bilder codiert werden. Eine finale Auswahl könnte eine Grundlage für eine Folgeanalyse sein, um die erste Frage zu beantworten: Welchen Einfluss hat die Art der visuellen Repräsentation in arbeitsmarktbezogenen Artikeln zum Thema...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.