Show Less
Restricted access

Teilhabe braucht Rehabilitation

Blicke zurück in die Zukunft

Edited By Helga Seel

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e. V. (BAR) ist der Zusammenschluss der Rehabilitationsträger. Seit 1969 fördert sie im gegliederten Sozialleistungssystem die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Die BAR koordiniert und unterstützt das Zusammenwirken der Reha-Träger, vermittelt Wissen und arbeitet mit an der Weiterentwicklung von Rehabilitation und Teilhabe. Ihre Mitglieder sind die Träger der Gesetzlichen Renten-, Kranken- und Unfallversicherung, die Bundesagentur für Arbeit, die Bundesländer, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen, die Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe, die Kassenärztliche Bundesvereinigung sowie die Sozialpartner.

Show Summary Details
Restricted access

Neue Herausforderungen für die BAR und die Lebensverlaufsperspektive im Rehabilitationsprozess

Extract



von Prof. Dr. Katja Nebe, Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Koordinierung im Reha-Prozess – zögerliche Rezeption der Gemeinsamen Empfehlungen

Der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) ist zur positiven Bilanz ihres Wirkens zu gratulieren. Ein Rückblick zeigt, dass es nicht nur Anerkennung gab. So kritisierte die Bundesregierung im Jahr 20041 die Arbeit der BAR als zu zögerlich und führte exemplarisch die Koordinierungsprobleme im Bereich der Komplexleistung „Früherkennung und Frühförderung“ an.2 Verbesserungspotenzial sah die Bundesregierung zudem im Grad der Konkretisierung der erlassenen Gemeinsamen Empfehlungen (GE). Die Berechtigung dieser Kritik kann und soll hier nicht vertieft werden. Eine solche Analyse müsste aber zumindest hinterfragen, ob Gründe für Effektivitätsreserven nicht auch beim Gesetzgeber selbst lagen.

So war beispielsweise die in § 5 Reha-Angleichungsgesetz (RehaAnglG) normierte Pflicht zur Erstellung eines Gesamtplans mit Erlass des SGB IX im Jahr 2001 zumindest nicht mehr ausdrücklich im neuen Recht fortgeschrieben worden.3 Ebenso wäre zu eruieren, inwieweit die für die Rehabilitationsträger zuständigen Aufsichtsbehörden dafür gesorgt haben, die von der BAR erarbeiteten GE und die damit verbundene Selbstbindung der Rehabilitationsträger4 in deren Verwaltungspraxis wirksam werden zu lassen. Auch ließe sich die Rezeption der GE in der Rechtsprechung sicher durchaus verbreitern. Eine Recherche ←159 | 160→in der juris-Rechtsprechungsdatenbank ergibt noch verhältnismäßig wenige Treffer unter dem Stichwort „Gemeinsame Empfehlung“. Wiederum zeigen die auffindbaren Judikate, dass auch die Rechtsprechung in systematisch differenzierender...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.