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Die Sprache der Börsenmagazine

Eine pragmalinguistische Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Textsorte der Investmentempfehlung

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Daniela Puato

Börsenmagazine richten sich an ein heterogenes Publikum aus professionellen Akteuren und Privatanlegern und befinden sich an der Schnittstelle von Fach- und Pressesprache. Sie verfolgen verschiedene pragmatische Zielsetzungen, sowohl adressaten- als auch sprecherzentriert: Inhalte vermitteln und präsentieren, eine Beziehung zum Leser aufbauen, redaktionelle Eigeninteressen wahren. In pragmalinguistischer Perspektive befasst sich die Studie mit Lexik, Morphosyntax und Textstruktur der deutschen Börsenmagazine. Besonderes Augenmerk richtet sich auf die zentrale Textsorte der Investmentempfehlung. Auf der Grundlage eines 3.500 Texte umfassenden Korpus wird untersucht, wie die Handlungsanweisung («Kaufen», «Verkaufen», «Halten») sprachlich formuliert, begründet und eingeschränkt wird.

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1. Die deutschen Börsenmagazine im Überblick

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Nach einem kurzen Überblick über die Publikationen, die in der deutschen Medienlandschaft zu den Börsenmagazinen zählen (1.1), werden die drei wichtigsten wöchentlichen Zeitschriften vorgestellt: Börse Online, Der Aktionär und Focus Money (1.2). Schließlich werden die grundlegenden pragmatischen Zielsetzungen der Börsenmagazine allgemein herausgearbeitet (1.3).

1.1. Gesamtpanorama

Das Panorama der deutschsprachigen Börsenmagazine ist vielfältig. Ein erstes Unterscheidungskriterium ist die Erscheinungsfrequenz. Diese bestimmt nämlich bereits die Grundausrichtung der Publikation: Die wöchentliche Erscheinung ermöglicht, zeitnah auf aktuelle Ereignisse zu reagieren, wodurch kurzfristige Trends erfasst werden können. Demgegenüber eignen sich monatlich (Der Anleger, Traders‘ Magazin, ETF Extra Magazin, Das Investment), zweimonatlich (Mein Geld) oder vierteljährlich (Börsencoach, Markteinblicke, Fonds exklusiv, TiAm) erscheinende Magazine eher dazu, grundsätzliche Hintergrundinformationen zu liefern und langfristige Entwicklungen zu beleuchten.

Ein zweites Unterscheidungskriterium ist das Publikum, an das sich jeweils die Magazine richten. Einige beschränken sich auf (mehr oder weniger) versierte Privatanleger (Der Anleger, Börsencoach), andere auf institutionelle Leser (Das Investment, Cash.Online, TiAm). Die meisten Magazine wenden sich an beide Zielgruppen: Börse Online, Der Aktionär, Focus Money, Effecten Spiegel, Traders‘ Magazin, ETF Extra Magazin, Mein Geld, Markteinblicke, Fonds exklusiv.

Es sei vermerkt, dass fast alle Magazine breit aufgestellt sind und die verschiedensten Asset-Klassen und Produkte behandeln. Lediglich ETF Extra Magazin und Fonds exklusiv sind spezialisiert auf (aktiv und/oder passiv gemanagte) Fonds.

Betrachten wir nun die folgende zusammenfassende Tabelle:1...

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