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Gedächtnisraum Literatur – Gedächtnisraum Sprache: Europäische Dimensionen slavischer Geschichte und Kultur

Festschrift für Svetlana und Gerhard Ressel

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Edited By Alexander Bierich, Thomas Bruns and Henrieke Stahl

Die Festschrift ist Herrn Professor Gerhard Ressel und seiner Ehefrau Dr. Svetlana Ressel-Jelisavčić zusammen gewidmet. Ihre menschliche Verbundenheit führte im wissenschaftlichen Bereich von Forschung und Lehre zu einer Vielzahl gemeinsam verfasster und veröffentlichter Beiträge im In- und Ausland und ebenso gemeinsam abgehaltener Lehrveranstaltungen. Sowohl in der Forschung als auch in der Lehre zeigten und zeigen sich dabei die Jubilare als Slavisten im besten Sinne des Wortes, haben sie in ihrer langjährigen Tätigkeit doch nicht nur verschiedene slavische Sprachen abgedeckt, sondern darüber hinaus in gleicher Weise die drei Säulen der Philologie, die Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft.

An der Festschrift hat sich eine große Zahl von Freunden, ehemaligen SchülerInnen, MitarbeiterInnen und KollegInnen mit Beiträgen beteiligt, deren Bandbreite von einzelphilologischen, sprach- wie literaturwissenschaftlichen Aspekten der Slavistik bis hin zu übergreifenden, interdisziplinär ausgerichteten kultur- und geisteswissenschaftlichen Fragestellungen im gesamteuropäischen Kontext bestens geeignet ist, das vielschichtige Schaffen von Prof. em. Dr. Gerhard Ressel und Dr. Svetlana Ressel-Jelisavčić zu reflektieren.

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Gedächtnisraum Sprache: europäische Dimensionen im Wortschatz der bulgarischen Sprache

Gedächtnisraum Sprache: europäische Dimensionen im Wortschatz der bulgarischen Sprache

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Teodora Ludwig-Todorova (Luxemburg)

Vorwort

Der folgende Beitrag hat zum Thema die bulgarische Sprache und ihre vielfältigen Spracheinflüsse aus verschiedenen west,- ost,- und südeuropäischen Ländern, bedingt durch geschichtlich-kulturelle Faktoren.

Im Rahmen dieses Artikels möchte ich mich mit dem Gedächtnisraum Sprache und mit den europäischen Dimensionen im Wortschatz der bulgarischen Sprache auseinandersetzen. Mein Ziel ist es, am Beispiel dieser südosteuropäischen Sprache darauf aufmerksam zu machen, dass Sprachen keine isolierten Konstrukte darstellen, sondern in einer Wechselbeziehung zu anderen Gedächtnisräumen und zu anderen Sprachen stehen und sich gegenseitig beeinflussen.

Sprache ist nicht nur ein Phänomen, durch das sich die verschiedenen Völker abgrenzen oder identifizieren, sondern auch etwas, was verbindet. Sprache kann in diesem Sinne sowohl ein Identifikationsmerkmal, als auch ein Bindeglied zwischen Kulturen und Menschen sein. Sprachen weisen Unterschiede, aber auch Ähnlichkeiten untereinander auf; genauso wie die Länder, die sich durch ihre länderspezifischen Kulturen, Traditionen und Geschichten voneinander unterscheiden, aber auch durch geschichtliche Ereignisse und geographische Faktoren Gemeinsamkeiten aufweisen können oder sprachlich-kulturelle Kontaktpunkte haben.

Die bulgarische Sprache nimmt einen besonderen Platz unter den slavischen Sprachen ein, weil sie die Grundlage für das slavische Schrifttum und für die älteste slavische Literatur darstellt. Wie der Wissenschaftler K. Popov andeutet

„Историята на българския език като история на най-рано фиксирания писмено славянски език помага да се установят редица явления и закономерности в развоя на другите славянски езици, защото българските писмени паметници съдържат много данни за състоянието на праславянския език.“1

gilt die bulgarische Sprache als sog. Ausgangssprache bei den wissenschaftlichen Untersuchungen der anderen slavischen Sprachen.

Im folgenden Artikel...

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