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Gedächtnisraum Literatur – Gedächtnisraum Sprache: Europäische Dimensionen slavischer Geschichte und Kultur

Festschrift für Svetlana und Gerhard Ressel

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Edited By Alexander Bierich, Thomas Bruns and Henrieke Stahl

Die Festschrift ist Herrn Professor Gerhard Ressel und seiner Ehefrau Dr. Svetlana Ressel-Jelisavčić zusammen gewidmet. Ihre menschliche Verbundenheit führte im wissenschaftlichen Bereich von Forschung und Lehre zu einer Vielzahl gemeinsam verfasster und veröffentlichter Beiträge im In- und Ausland und ebenso gemeinsam abgehaltener Lehrveranstaltungen. Sowohl in der Forschung als auch in der Lehre zeigten und zeigen sich dabei die Jubilare als Slavisten im besten Sinne des Wortes, haben sie in ihrer langjährigen Tätigkeit doch nicht nur verschiedene slavische Sprachen abgedeckt, sondern darüber hinaus in gleicher Weise die drei Säulen der Philologie, die Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft.

An der Festschrift hat sich eine große Zahl von Freunden, ehemaligen SchülerInnen, MitarbeiterInnen und KollegInnen mit Beiträgen beteiligt, deren Bandbreite von einzelphilologischen, sprach- wie literaturwissenschaftlichen Aspekten der Slavistik bis hin zu übergreifenden, interdisziplinär ausgerichteten kultur- und geisteswissenschaftlichen Fragestellungen im gesamteuropäischen Kontext bestens geeignet ist, das vielschichtige Schaffen von Prof. em. Dr. Gerhard Ressel und Dr. Svetlana Ressel-Jelisavčić zu reflektieren.

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Aleksandr Puškin, Adam Mickiewicz und die klassische Antike

Aleksandr Puškin, Adam Mickiewicz und die klassische Antike

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Jörg Schulte (Köln)

Aleksandr Puškin und Adam Mickiewicz trafen sich zum ersten Mal im Oktober des Jahres 1826. Puškin war 27, Mickiewicz 26 Jahre alt. «Quel génie! Quel feu sacré! Que suis-je auprès de lui?» – „Welch Genie! Welch heiliges Feuer! Was bin ich neben ihm?“ rief Puškin, als er Mickiewicz in Moskau improvisieren hörte.1 Ihre Freundschaft wurde zum Mythos.2 Viele ihrer Werke antworten aufeinander – Puškins Poltava auf Konrad Wallenrod, der Eherne Reiter auf die Ahnenfeier. Puškins anti-polnische Gedichte des Jahres 1831 erwiderte Mickiewicz mit dem Sendschreiben An die Moskauer Freunde, das Puškin zu dem Gedicht Er hat unter uns gelebt bewegte. Im Gegensatz zu den genannten Werken sind bei der Imitationen des horazianischen Exegi monumentum unabhängig voneinander entstanden, sie wurden in der Forschung nie zusammen behandelt.

Adam Mickiewicz: Exegi munimentum

Świeci się pomnik mój nad szklany Puław dach,

Przetrwa Kościuszki grób i Paców w Wilnie gmach.

Ni go łotr Wirtemberg bombami mocen zbić,

Ani świnia Austryjak niemiecką sztuką zryć.

Bo od Ponarskich gór i bliźnich Kowna wód

Szerzę się sławą mą aż za Prypeci bród.

Mnie w Nowogródku, mnie w Mińsku czytuje młodź

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