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Gedächtnisraum Literatur – Gedächtnisraum Sprache: Europäische Dimensionen slavischer Geschichte und Kultur

Festschrift für Svetlana und Gerhard Ressel

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Edited By Alexander Bierich, Thomas Bruns and Henrieke Stahl

Die Festschrift ist Herrn Professor Gerhard Ressel und seiner Ehefrau Dr. Svetlana Ressel-Jelisavčić zusammen gewidmet. Ihre menschliche Verbundenheit führte im wissenschaftlichen Bereich von Forschung und Lehre zu einer Vielzahl gemeinsam verfasster und veröffentlichter Beiträge im In- und Ausland und ebenso gemeinsam abgehaltener Lehrveranstaltungen. Sowohl in der Forschung als auch in der Lehre zeigten und zeigen sich dabei die Jubilare als Slavisten im besten Sinne des Wortes, haben sie in ihrer langjährigen Tätigkeit doch nicht nur verschiedene slavische Sprachen abgedeckt, sondern darüber hinaus in gleicher Weise die drei Säulen der Philologie, die Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft.

An der Festschrift hat sich eine große Zahl von Freunden, ehemaligen SchülerInnen, MitarbeiterInnen und KollegInnen mit Beiträgen beteiligt, deren Bandbreite von einzelphilologischen, sprach- wie literaturwissenschaftlichen Aspekten der Slavistik bis hin zu übergreifenden, interdisziplinär ausgerichteten kultur- und geisteswissenschaftlichen Fragestellungen im gesamteuropäischen Kontext bestens geeignet ist, das vielschichtige Schaffen von Prof. em. Dr. Gerhard Ressel und Dr. Svetlana Ressel-Jelisavčić zu reflektieren.

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Die Schrift Sehen und Gehen in der Inselpoetik der kroatischen Autorin Andriana Škunca

Die Schrift Sehen und Gehen in der Inselpoetik

der kroatischen Autorin Andriana Škunca

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Elisabeth von Erdmann (Bamberg)

Andriana Škunca (geb. 1944) ist eine kroatische Dichterin, die beachtet wird. Ihr Buch Lichtschrift von Novalja in deutscher Sprache erschien 2008 im Rahmen des Schwerpunkts Kroatien auf der Leipziger Buchmesse. Die Autorin erhielt Preise und Auszeichnungen. Andriana Škunca gilt als eine der wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen kroatischen Literatur1.

Die Autorin verlebte einen Teil ihrer Kindheit auf der Insel Pag und verbringt auch heute noch viele Tage des Jahres dort. Sie besitzt in Novalja ein altes Haus. Bei jedem Wetter geht sie über die Insel und am Meer entlang. Dabei fühlt sie »den Kosmos und die Elementarkräfte«2. Auf ihre Streifzüge nimmt sie den Fotoapparat mit.

Die Geh- und Seherfahrungen auf der Insel brachten Bilder (Fotographien) und Texte (Gedichte in Prosa, Beschreibungen, Wanderberichte, Informationstexte, Reflexionen) hervor. Die Autorin kombiniert Text und Bild zu einer Symbiose dynamischer Interaktion. Das Ergebnis nennt sie Schrift und präsentiert es in ihrem Band Novaljski Svjetlopis (1999)3. Das zweite Buch zum Gehen und Sehen auf der Insel Pag trägt den Titel: Hodopis rubovima otoka (2013). Im gleichen Jahr erschien als drittes Buch die poetische Fotomonografie Biblijski vrt – Sveta zemlja lunjskih maslina (2013a). In den Büchern von 1913 nehmen die Fotographien mehr Raum ein als die Texte.

Die Faszination, die Gedichte und Fotos ausüben, erwachsen aus dem Blick der Autorin auf die Insel Pag. Der Leser und Betrachter fühlt, dass dieser Blick ←427 | 428→etwas Gr...

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