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Nach der Regierungsbildung – vor den Reformen im Krankenhaus- und Arzneimittelbereich

23. Bad Orber Gespräche über kontroverse Themen im Gesundheitswesen

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Edited By Eberhard Wille

Dieser Band der Bad Orber Gespräche 2018 enthält die erweiterten Referate eines interdisziplinären Workshops zum Thema  «Nach der Regierungsbildung – vor den Reformen im Krankenhaus- und Arzneimittelbereich». Vertreter des Deutschen Bundestages, des Gemeinsamen Bundesausschusses, des GKV-Spitzenverbandes, der Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung, der pharmazeutischen Industrie und der Wissenschaft erörtern den Reformbedarf im Krankenhaus- und Arzneimittelbereich.

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Wolfgang Axel-Dreyden: Arztinformationssysteme

Arztinformationssysteme

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Wolfgang Axel-Dreyden

Arztinformationssysteme (AIS) sind vom Gesetzgeber eingefordert worden, weil sich ihm der Eindruck vermittelte, dass mögliche Versorgungsverbesserungen basierend auf den Beschlüssen des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) zum Zusatznutzen innovativer Arzneimittel nicht ankommen. Es ist noch nicht sehr lange her, dass sich diesen Eindruck auch selber hatte und kommuniziert habe. Neuere Daten aus der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zeigen aber, dass sich das Blatt gewendet hat. So ist die Verordnung innovativer Arzneimittel im Beobachtungszeitraum zwischen den dritten Quartalen der Jahre 2017 und 2018 um gut 16% angestiegen. Dagegen ist der Umsatz der Arzneimittel mit fortbestehendem Patentschutz, aber ohne Nutzenbewertung, leicht rückläufig.

Daher muss man sich die Frage stellen, welchem Zweck ein Arzt- oder besser Arzneimittelinformationssystem künftig vorrangig dienen soll und muss. Meiner Ansicht nach muss nach wie vor die Information im Fokus stehen. Das bedeutet, dass der Arzt bei einer therapeutischen Entscheidung Informationen erhalten soll, die für die Behandlung des konkreten Patienten wichtig sein können. Aus diesem Grund müssen die Informationen allerdings bestimmten Voraussetzungen folgen:

• sie sollen dem Arzt zur Verordnung bei gegebener Indikation motivieren

• sie sollen dem Arzt Vorordnungssicherheit auch bei hochpreisigen Arzneimitteln bieten

• sie dürfen keinen erhöhten Regressdruck bewirken

• sie dürfen die therapeutischen Optionen auch außerhalb der mit Zusatznutzen bewerteten Subindikationen nicht einschränken, soweit sie sich im Zulassungsspektrum des innovativen Arzneimittels befinden

• die Information muss sich in den „work-flow“ des Arzt-Patientenkontaktes...

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