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Nach der Regierungsbildung – vor den Reformen im Krankenhaus- und Arzneimittelbereich

23. Bad Orber Gespräche über kontroverse Themen im Gesundheitswesen

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Edited By Eberhard Wille

Dieser Band der Bad Orber Gespräche 2018 enthält die erweiterten Referate eines interdisziplinären Workshops zum Thema  «Nach der Regierungsbildung – vor den Reformen im Krankenhaus- und Arzneimittelbereich». Vertreter des Deutschen Bundestages, des Gemeinsamen Bundesausschusses, des GKV-Spitzenverbandes, der Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung, der pharmazeutischen Industrie und der Wissenschaft erörtern den Reformbedarf im Krankenhaus- und Arzneimittelbereich.

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Johann-Magnus v. Stackelberg, Dr. Anja Tebinka-Olbrich und Dr. Kerstin Pietsch: Aktuelle Herausforderungen für die Arzneimittelversorgung

Aktuelle Herausforderungen für die

Arzneimittelversorgung

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Johann-Magnus v. Stackelberg, Dr. Anja Tebinka-Olbrich undDr. Kerstin Pietsch

Aus der Amtlichen Statistik KJ 1 geht hervor, dass die Arzneimittelausgaben trotz verschiedener Kostensteuerungsinstrumente seit Jahren kontinuierlich steigen (vgl. Abb. 1). Wesentliche Gründe für den besonders großen Anstieg im Jahr 2014 waren nicht nur das Auslaufen des erhöhten Herstellerabschlages zum 31.12.2013, sondern auch die Verordnung von Arzneimitteln im Bereich der neuen Hepatitis-C-Behandlung. Einerseits durch Wettbewerb und andererseits durch die abgeschlossene Behandlung vorhandener Patienten entwickelten sich diese Ausgaben später sogar rückläufig. Derzeit bewegt sich das Ausgabenniveau in diesem Therapiebereich auf einem stabilen Niveau.

Der Arzneiverordnungsreport 2018 beziffert die Arzneimittelausgaben in 2017 insgesamt auf 39,9 Mrd. EURO. Damit liegen sie 1,4 Mrd. EURO (3,7%) über den Ausgaben des Jahres 2016 (vgl. Schwabe, U. und Ludwig, W.-D. 2018, S. 3). Hauptursache sind weiterhin patentgeschützte Arzneimittel mit Umsätzen von 18,5 Mrd. EURO, die ihren Anteil am Gesamtumsatz damit in den letzten Jahren von 33% auf 45% gesteigert haben. Patentarzneimittel kosten mittlerweile im Mittel 6,98 EURO pro Tagesdosis und sind damit fast 20 Mal teurer als Generika mit durchschnittlichen 0,36 EURO pro Tagesdosis. Auch konnten Biologika seit 2007 ihren Umsatz fast verdreifachen und liegen im Jahr 2017 bei 11,7 Mrd. EURO. Dieser Ausgabenanstieg wird dadurch begünstigt, dass ein großer Teil der Arzneimittel noch unter Patentschutz steht und bei patentfreien Wirkstoffen Biosimilars immer noch einen geringen wenn auch zunehmenden Marktanteil aufweisen.



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