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300 Jahre deutsch-türkische Freundschaft

Stand und Perspektiven

Edited By Erol Esen, Fahri Türk and Franziska Trepke

Der Sammelband präsentiert die Ergebnisse eines Symposiums, das vom 18.–20. Oktober 2018 in Antalya (Türkei) stattfand und von der Akdeniz Universität (Antalya, Türkei), der Trakya Universität (Edirne, Türkei), vom Informationszentrum des Deutschen Akademischen Austauschdienstes – DAAD (Ankara) und von der Konrad-Adenauer-Stiftung Derneği (Ankara) gemeinsam durchgeführt wurde. Anlass war das 300-jährige Jubiläum der deutsch-türkischen Beziehungen. Diese wurden durch ein Schreiben des Osmanischen Sultans an den preußischen König Friedrich Wilhelm I. eingeleitet, die in den dreihundert Jahren in vielfältige Kooperationen und ein militärisches Bündnis mündeten. Auf der dreitägigen Veranstaltung diskutierten Wissenschaftler*innen, Expert*innen sowie Praktiker*innen aus Deutschland und der Türkei über unterschiedliche Bereiche und Kooperationsfelder in Geschichte und Gegenwart. In dem Sammelband behandeln insgesamt 20 Beiträge ein breites Spektrum an Themen und Zeitabschnitten, die neben der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Zusammenarbeit aus der Vorrepublikzeit beider Länder auch die Gegenwartsthemen wie das der europäischen Integration und der Migration und Integration aus beidseitiger Perspektive diskutieren.

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Fahri TÜRK: Die deutsch-türkischen Beziehungen im militärischen Bereich unter besonderer Berücksichtigung des Waffenhandels zwischen 1860 und 1945*

Die deutsch-türkischen Beziehungen im

militärischen Bereich unter besonderer

Berücksichtigung des Waffenhandels zwischen

1860 und 1945*

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Fahri TÜRK**

Die deutsch-türkischen Beziehungen haben eine 300-jährige Tradition, die 1718 und damit in der Ära des Preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. ihren Anfang nahmen. Eine deutliche Vertiefung erfuhren diese Beziehungen in der Phase von 1885–1895 dank der umfangreichen Waffenlieferungen, die durch die Vermittlung des deutschen Missionschefs Colmar Freiherr von der Goltz zustande kamen. Die militärische Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern war ein integraler Bestandteil der deutsch-türkischen Beziehungen vor 1914. Deutschland unterstützte die Türkei ebenfalls während des Ersten Weltkrieges und später auch die Türkische Republik durch Waffenlieferungen sowie den Bau von Waffen- und Munitionsfabriken in der Umgebung von der Hauptstadt Ankara.

Die Forschungsfrage dieses Aufsatzes ist folgendermaßen formuliert: Inwieweit übte der Waffen- und Munitionshandel zwischen der Türkei und den deutschen Waffenherstellern einen Einfluss auf die Entwicklung der bilateralen ←29 | 30→Beziehungen der beiden Länder aus? Der Waffen- und Munitionshandel zwischen Deutschland und der Türkei war nicht nur die Triebkraft der Handelsbeziehungen zwischen Berlin und İstanbul bzw. Ankara, sondern führte auch dazu, dass der deutsch-türkische Dialog in vieler Hinsicht vertieft wurde. Jedoch leisteten die deutschen Militärmissionen im Osmanischen Reich einen unentbehrlichen Beitrag zur Anbahnung der waffenwirtschaftlichen und persönlichen Beziehungen, in dem sie gute Kontakte zur hohen osmanischen Führung pflegten.

Das Ziel dieses Beitrages ist es, die deutsch-türkischen Beziehungen zwischen 1860 und 1945 im Hinblick auf die deutsche Waffenhilfe an die T...

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