Show Less
Restricted access

300 Jahre deutsch-türkische Freundschaft

Stand und Perspektiven

Edited By Erol Esen, Fahri Türk and Franziska Trepke

Der Sammelband präsentiert die Ergebnisse eines Symposiums, das vom 18.–20. Oktober 2018 in Antalya (Türkei) stattfand und von der Akdeniz Universität (Antalya, Türkei), der Trakya Universität (Edirne, Türkei), vom Informationszentrum des Deutschen Akademischen Austauschdienstes – DAAD (Ankara) und von der Konrad-Adenauer-Stiftung Derneği (Ankara) gemeinsam durchgeführt wurde. Anlass war das 300-jährige Jubiläum der deutsch-türkischen Beziehungen. Diese wurden durch ein Schreiben des Osmanischen Sultans an den preußischen König Friedrich Wilhelm I. eingeleitet, die in den dreihundert Jahren in vielfältige Kooperationen und ein militärisches Bündnis mündeten. Auf der dreitägigen Veranstaltung diskutierten Wissenschaftler*innen, Expert*innen sowie Praktiker*innen aus Deutschland und der Türkei über unterschiedliche Bereiche und Kooperationsfelder in Geschichte und Gegenwart. In dem Sammelband behandeln insgesamt 20 Beiträge ein breites Spektrum an Themen und Zeitabschnitten, die neben der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Zusammenarbeit aus der Vorrepublikzeit beider Länder auch die Gegenwartsthemen wie das der europäischen Integration und der Migration und Integration aus beidseitiger Perspektive diskutieren.

Show Summary Details
Restricted access

Seldağ GÜNEŞ PESCHKE: Ein Blick auf den Beitrag deutscher Wissenschaftler*innen in der türkischen Hochschulbildung zwischen 1933–1946

Ein Blick auf den Beitrag deutscher

Wissenschaftler*innen in der türkischen

Hochschulbildung zwischen 1933–1946

Extract

Seldağ GÜNEŞ PESCHKE*

Mit der Ausrufung der Republik Türkei im Jahr 1923 wurden enorme sozio-ökonomische Reformen in vielen unterschiedlichen Bereichen durchgeführt. In diesem Rahmen wurden auch neue Universitäten gegründet, um die Entwicklung der türkischen Hochschulbildung voranzutreiben. Die auf Einladung von Mustafa Kemal Atatürk im Jahre 1932 in die Türkei emigrierten deutschen Wissenschaftler*innen jüdischen Ursprungs leisteten einen großen Beitrag zur wissenschaftlichen, modernen und demokratischen Etablierung der Universitäten. Als Zeichen für die der Wissenschaft und Aufklärung durch die damalige Führungsriege beigemessenen Bedeutung erhielten diese Wissenschaftler*innen als Gegenleistung zu ihren Diensten neben hohen Gehältern, der Übernahme ihrer Krankenversicherung und Umzugskosten auch das Recht, ihre Mitarbeiter*innen in die Türkei zu holen und sie zu beschäftigen sowie staatliche Schutzgarantien. Viele weltberühmte Wissenschaftler*innen wie Philipp Schwarz, Ernst Hirsch, Paul Koschacker kamen in die Türkei, bildeten Student*innen aus und trugen zur Entwicklung der türkischen Hochschulen bei. Die Freundschaft und die Kooperationsbrücke, die damals zwischen den deutschen und den türkischen Wissenschaftler*innen verknüpft wurden, wachsen stets weiter und festigen sich zunehmend.

Bildung ist einer der wichtigsten Faktoren für den Fortschritt von Gesellschaften. Bei der Determinierung des Bildungsniveaus der Länder ist die Hochschulbildung, neben Primar- und Sekundarschulbildung und Gymnasien, äußerst wichtig. Die Bildung von qualifizierten Arbeitskräften und das Fördern von Forschung und Lehre gehören zu den grundlegenden Aufgaben von ←165...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.