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Besonderheiten im sozialen Verhalten und emotionalen Erleben bei Lernenden mit Störungen des Lesens / Rechtschreibens

Analyse relevanter Faktoren aus Elternperspektive als Planungsgrundlage für Interventionsansätze

Yannic Wiegold

Probleme im Rechtschreiben gehen häufig einher mit Auffälligkeiten im Verhalten von Kindern und Jugendlichen, wie zum Beispiel Aufmerksamkeitsproblemen, Hausaufgabenkonflikten, depressiven Verstimmungen oder aggressiven Verhaltensweisen. In dieser Untersuchung wurden die Eltern von Lernenden mit Rechtschreibproblemen nach deren Verhalten befragt. Als Fragebögen wurden die Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ) und die Deutsche Schulalter-Formen der Child Behavior Checklist eingesetzt. Aus den beschriebenen Auffälligkeiten leitet der Autor Interventionspunkte ab.

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10 Ergebnisbeschreibung

10 Ergebnisbeschreibung

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An dieser Stelle werden die Ergebnisse aus dem vorhergegangenen Teil mit den erarbeiteten Hypothesen in Verbindung gebracht und anhand der empirischen Statistik bestätigt bzw. widerlegt.

Es folgen die aus der Theorie hergeleiteten Hypothesen.

I: Kinder mit Problemen im Lesen und Rechtschreiben zeigen Auffälligkeiten des sozial-emotionalen Erlebens und Verhaltens.

Für die Prüfung der Hypothese bieten sich verschiedene Einzelergebnisse an. Diese werden dezidiert in der Reihenfolge, in der sie ausgewertet wurden, zu Rate gezogen.

Die Eltern der von Lese- und Rechtschreibstörungen betroffenen Kinder sind in einer ersten, offenen Fragestellung gefragt worden, ob Auffälligkeiten im Sozialverhalten ihres Kindes vorliegen oder nicht. 69,2% antworteten dabei mit ja, 30,8% mit nein. Dabei geben sie vor allem Konzentrationsprobleme (N = 30), Trotzverhalten (N = 25), negatives Hausaufgabenverhalten (N = 21) und Ungeduld (N = 18) an.

Betrachtet man die (prozentualen) Ergebnisse der SDQ-Deu-Skalen und legt zu Grunde, dass nach den der Forschungsergebnissen der Metaanalyse von Barkmann und Schulte-Markwort (2004) und der BELLA Studie (2007) der anzunehmende Wert von psychischen Auffälligkeiten einer nicht belasteten Probandengruppe von Kindern und Jugendlichen zwischen 17,2% und 22% liegen muss, so sind alle Werte darüber als auffällig zu betrachten.

Für die Hypothesenprüfung wird dabei ein Marker bei 22% gesetzt, dementsprechend sind alle prozentualen Werte >22% als auffällig anzusehen und werden in der Abbildung dunkelgrau markiert.



Abb. 48: Interpretation Skalen SDQ-Deu

Der SDQ-Deu...

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