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Grammatik und Ideologie

Feminisierungsstrategien im Russischen und Polnischen aus Sicht der Wissenschaft und Gesellschaft

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Edited By Dennis Scheller-Boltz

Dieses Buch beleuchtet das Verhältnis von Grammatik und Ideologie im Russischen und Polnischen. Anhand der Regeln und Normen, die die sprachliche Darstellung von Geschlecht – insbesondere des weiblichen Geschlechts – bestimmen, illustriert der Autor, wie Sprachnormen durch Autoritäten festgesetzt werden, wie Sprachnormen über die Gesellschaft hinweg bestehen bleiben, aber auch wie Sprachnormen durch die Gesellschaft verändert werden können. Im Fokus stehen dabei die Fragen: Wie weit ist die Feminisierung des Russischen und Polnischen fortgeschritten? Welche sprachpolitischen und sprachplanerischen Maßnahmen werden gegenwärtig zur Gewährleistung einer geschlechtergerechten Sprache erhoben? Ist die russische und polnische Gesellschaft überhaupt offen für eine Feminisierung der Sprache? Es zeigt sich: Der Gebrauch sowie die Ablehnung von Feminativa beruhen auf Ideologien – ein Phänomen, dem für gewöhnlich sehr vorsichtig begegnet wird und das im Zusammenhang mit den in einer Gesellschaft vorherrschenden Standpunkten und Bewertungen diskutiert werden muss. Dabei spielen Feminativa im Russischen und Polnischen eine wesentlich größere Rolle als in der Regel gedacht. Feminativa sind auch nicht so ungewöhnlich, wie gemeinhin behauptet. Vielmehr lässt sich feststellen: Ideologien wirken sich auf die Normierung von Sprache und damit auf die Möglichkeiten aus, wie Sprache geschlechtergerecht gestaltet wird – oder eben nicht.

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Łaziński, Marek (2012): Wyraz kobieta w kolokacjach korpusowych. Konotacje dawniejsze i współczesne. In: Karwatowska, Małgorzata/Jolanta Szpyra-Kozłowska (Hg.) (2012): Oblicza płci, 73-85.

Łaziński, Marek (2009): Murzyn, negr, černoch – Wie weiße Slawen ihre schwarzen Nachbarn nennen?. In: Voß, Christian/Alicja Nagórko (Hg.) (2009): Die Europäizität der Slawia oder die Slawizität Europas. (Studies on Language and Culture in Central and Eastern Europe, 2). München/Berlin: Sagner, 187-201.

Łaziński, Marek (2007): Referencjalne przyczyny blokady derywacji żeńskiej w polszczyźnie. In: Burkhardt, Hanna/Alicja Nagórko (Hg.) (2007): Sprachliche Kategorien und die slawische Wortbildung. (westostpassagen – Slawistische Forschungen und Texte: Literatur, Sprache, Kultur, 6). Hildesheim: Olms, 393-406.

Łaziński, Marek (2006): O panach i paniach. Polskie rzeczowniki tytularne i ich asymetria rodzajowo-płciowa. Warszawa: PWN.

Łaziński, Marek (2005): Pan, Pani and Human Vanity. The Need for an Universal Title in the System of Polish Forms of Address. In: Bayer, Markus/Michael Betsch/Rafał Zimny (Hg.) (2005): Beiträge der Europäischen Slavistischen Linguistik. (Polyslav, 8; Die Welt der Slaven, Sammelbände, Sborniki, 24). München: Sagner, 103-112.

Łaziński, Marek (2004): Gender of Forms of Address in Polish. Corpus Study. In: Lewandowska-Tomaszczyk, Barbara (Hg.) (2004): PALC 2003: Practical Applications in Language and Computers. (Łódź Studies in Language, 9). Frankfurt a.M.: Lang, 253-264.

Łaziński, Marek (2003): Grammar and Gender in Polish Corpora. In: LewandowskaTomaszczyk, Barbara (Hg.) (2003): PALC 2001: Practical Applications in Language Corpora....

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