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Germanistik für den Beruf

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Edited By Ulrike Haß, Vaiva Žeimantienė and Eglė Kontutytė

Der Sammelband zeigt am Beispiel des Baltikums, welche Karriere-Möglichkeiten in einem nicht-deutschsprachigen Land ein Germanistikstudium eröffnen kann. Es wird beschrieben, welche Schlüsselqualifikationen die Berufe rund um die Germanistik in der modernen Arbeitswelt benötigen. Die Publikation richtet sich in erster Linie an Germanisten und Germanistinnen in allen Ländern, in denen germanistische Studienprogramme angeboten werden, aber auch an Fachleute aller anderen Fremdsprachenphilologien. Die Erfahrungen aus den drei baltischen Ländern (Estland, Lettland und Litauen) können als Impuls dienen, die eigenen Curricula und Möglichkeiten neu zu reflektieren und wenn nötig zu bewerten. Außerdem wird ein Dialog mit der Germanistik in den deutschsprachigen Ländern angestrebt, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklungen in der heutigen globalen und digitalen Welt und die sich wandelnde Situation linguistischer Berufe früher und heute.

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Zur Rolle der deutschen Sprache in Finnland in Vergangenheit und Gegenwart (Luise Liefländer-Leskinen)

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Luise Liefländer-Leskinen(Verband der finnisch-deutschen Vereine)

Zusammenfassung Im Mittelpunkt dieses Artikels steht die Rolle der deutschen Sprache und Kultur in Finnland. Schon im 18. und 19. Jahrhundert war Deutsch eine wichtige Sprache in Schule und Ausbildung. Der deutsche Einfluss kam über die Universität Tartu und das Gymnasium in Wiborg in das sog. Alte Finnland. Deutsch und Russisch waren auch offizielle Verwaltungssprachen in den Städten im östlichen Finnland. Seit 1809 gehörte Ganz-Finnland als autonomes Großfürstentum zu Russland und ab 1812 kamen viele deutschsprachige Kaufleute, wie z. B. Stockmann, Fazer und Paulig wegen der für Handelstreibende günstigen Verhältnisse im Lande nach Finnland. In Helsinki gibt es z. B. die Deutsche Kirche und die Deutsche Bibliothek, die von diesen Einwanderern begründet wurden. Eine deutsche Schule nahm ihre Tätigkeit 1881 in Helsinki auf. Deutsch war noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts die wichtigste Wissenschaftssprache. Deutsche Truppen waren entscheidend an der Beendigung des Bürgerkriegs in Finnland 1918 beteiligt. Im modernen Finnland hat die deutsche Sprache an Bedeutung verloren, obwohl noch in den 60er, 70er und 80er Jahren viel das sog. lange Deutsch in finnischen Schulen gelernt wurde. Heute ist dagegen Englisch fast zur zweiten Muttersprache finnischer Schüler geworden und es gibt auch weniger Germanistikstudierende in Finnland.

Die Bedeutung des Deutschen scheint jedoch wieder zu wachsen – vor allem wegen des Bedarfs der Wirtschaft. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Finnlands und das bedeutet, dass finnische Firmen Experten im Deutschen suchen,...

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