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Germanistikstudium an der Universität Vilnius und Berufsbilder litauischer Germanist(inn)en

Untersuchung zum beruflichen Verbleib der Absolvent(inn)en 2002–2018

Virginija Masiulionytė and Diana Šileikaitė-Kaishauri

Diese Verbleibstudie befasst sich mit den beruflichen Laufbahnen der Absolvent(inn)en des Bachelor-Studiengangs Deutsche Philologie der Universität Vilnius (Litauen). Die Umfrage der Jahrgänge 2002 bis 2018 wurde im Sommer 2018 durchgeführt. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die folgenden Fragen: Welche Möglichkeiten eröffnet dieser Abschluss auf dem Arbeitsmarkt? Wie schätzen die Absolvent(inn)en ihre berufliche Tätigkeit und ihr Studium ein? Welche Empfehlungen hätten sie an die künftigen Studierenden und an die Entwickler des Studiengangs? Diese Studie wird vor allem für Auslandsgermanistiken interessant sein, weil sie unter anderem auch die germanistische Studienlandschaft in Litauen und die Entwicklung des Germanistikstudiums an der Universität Vilnius präsentiert.

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1 Einleitendes

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In dem einleitenden Kapitel sollen Verbleibstudien als solche kurz vorgestellt sowie der für diese Studie relevante Forschungsstand überblickt werden. Anschließend werden der Fokus und die Ziele dieser Verbleibstudie präsentiert.

Schon längst werden die Hochschulen als Institutionen betrachtet, die auf einen Beruf vorbereiten und auf dem Arbeitsmarkt verwertbare Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln sollen. Es wird erwartet, dass das absolvierte Studienfach sehr eng mit der beruflichen Tätigkeit zusammenhängt und dass die tatsächlich erworbenen Kompetenzen den berufsfachlichen Anforderungen genau entsprechen (vgl. Schomburg 2012, 46; Janson 2014, 27–28). Diese enge Zusammengehörigkeit zwischen dem Studienfach und dem Beruf wird in zweifacher Hinsicht beschrieben: Die vertikale Adäquanz besagt, inwieweit der erworbene Abschluss mit der beruflichen Tätigkeit übereinstimmt, d. h. inwiefern die während des Studiums erworbenen Qualifikationen den eigentlichen Arbeitsaufgaben der Absolvent(inn)en entsprechen, und ob ein höherer Abschluss für die ausgeübte Tätigkeit geeigneter bzw. ein niedrigerer Abschluss dafür ausreichend wäre (Überqualifizierung/Unterqualifizierung). Die horizontale Adäquanz misst „die fachliche Nähe“ zwischen den mit dem entsprechenden Abschluss erworbenen Kompetenzen und der beruflichen Tätigkeit (Eignung bzw. Nichteignung des Studienfaches für die gegebene berufliche Tätigkeit) (Schomburg 2012, 44–45; Janson 2014, 28–29). Geisteswissenschaften werden dabei als Fächer „ohne klare Berufsfelder und mit offener Beziehung zwischen Studium und Beruf“ verstanden, bei denen die Berufsziele schwer bestimmbar sind und die Curricula dementsprechend „nicht auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts ausgerichtet“ werden können....

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