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Schlusslogische Letztbegründung

Festschrift für Kurt Walter Zeidler zum 65. Geburtstag

Edited By Lois Marie Rendl and Robert König

Die «Schlusslogische Letztbegründung» sucht Antwort auf die Frage: Wie ist Philosophie als Wissenschaft möglich? Sie führt damit das Projekt einer ontologisch relevanten Logik fort, das seit der Antike im Zentrum der Geschichte des Idealismus und der Transzendentalphilosophie steht.

Kurt Walter Zeidler liefert mit seinem Werk nicht nur eine eindringliche Aufarbeitung dieser Geschichte, sondern bemüht sich zugleich um deren systematische Weiterentwicklung. Fern den Moden seiner Zeit steht sein Denken in einer Tradition der Philosophie, die sich nicht Konjunkturen beugt und in Relativitäten verliert, sondern als Erkenntnis des lebendigen und logisch erschließbaren Absoluten begreift.

Lehrer, Wegbegleiter und Schüler setzen sich in dieser Festschrift mit Zeidlers Arbeiten auseinander.

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Syllogistik und Dialektik bei Aristoteles und Platon. Zu Zeidlers Weiterentwicklung aristotelischer Logik (Robert König (Wien))

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Robert König (Wien)

Syllogistik und Dialektik bei Aristoteles und Platon

Zu Zeidlers Weiterentwicklung aristotelischer Logik

Der vorliegende Text stellt zentrale Momente der Philosophie des Platon und des Aristoteles für Kurt Walter Zeidlers Denken heraus. Er untersucht, inwieweit besonders Aristoteles im Hinblick auf die Theorie schlusslogischer Letztbegründung für Zeidler bedeutsam ist und Zeidler aber vice versa mit teilweise aristotelischen, teilweise platonischen Mitteln über gewisse Defizite, die er im Philosophieren des Aristoteles sieht, hinausgeht. In diesem Zusammenhang liefert Zeidler, gestärkt durch die platonische Dialektik, ein nicht zuletzt aus Aristoteles selbst heraus begründetes, bisher aber fehlendes Fundament einer hierdurch nicht nur formallogisch, sondern ontologisch relevanten Syllogistik. Aristoteles wird auf diese Weise, zumindest aus platonischer Sicht, als Zwitterwesen zwischen einem Philosophen und einem Sophisten entworfen, welche Zwitterstellung nicht zuletzt einer urteilslogischen Entscheidung hinsichtlich seines ganzen Denkens geschuldet bleibt. Diese Entscheidung lässt sich von Zeidlers schlusslogischer Letztbegründungstheorie her begreifen. Vorliegender Text rekonstruiert ihre Logik und schließt mit weiterführenden Fragen ab, die an eine transzendentale Logik von der Antike her zugleich übrig bleiben und daher Ergänzungen zu Zeidlers Ansatz erforderlich machen, die in Zukunft erst zu leisten wären.

1. Zeidlers Verhältnis zur Philosophie der Antike

Man mag es auf den ersten Blick gekünstelt und unerhört finden, daß wir die transzendentallogische Deutung des Syllogismos in die zuvor (S. 180) zitierte Stelle aus dem Sophistes hineinlesen, da eine jahrtausendelange Einübung in die...

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