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Schlusslogische Letztbegründung

Festschrift für Kurt Walter Zeidler zum 65. Geburtstag

Edited By Lois Marie Rendl and Robert König

Die «Schlusslogische Letztbegründung» sucht Antwort auf die Frage: Wie ist Philosophie als Wissenschaft möglich? Sie führt damit das Projekt einer ontologisch relevanten Logik fort, das seit der Antike im Zentrum der Geschichte des Idealismus und der Transzendentalphilosophie steht.

Kurt Walter Zeidler liefert mit seinem Werk nicht nur eine eindringliche Aufarbeitung dieser Geschichte, sondern bemüht sich zugleich um deren systematische Weiterentwicklung. Fern den Moden seiner Zeit steht sein Denken in einer Tradition der Philosophie, die sich nicht Konjunkturen beugt und in Relativitäten verliert, sondern als Erkenntnis des lebendigen und logisch erschließbaren Absoluten begreift.

Lehrer, Wegbegleiter und Schüler setzen sich in dieser Festschrift mit Zeidlers Arbeiten auseinander.

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Grundlagen und Methoden wissenschaftlicher Erkenntnis. Zu Kurt Walter Zeidlers Prolegomena zur Wissenschaftstheorie (Reinhold Breil (Aachen))

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Reinhold Breil (Aachen)

Grundlagen und Methoden wissenschaftlicher Erkenntnis

Zu Kurt Walter Zeidlers Prolegomena zur Wissenschaftstheorie

Die philosophische Forschung verdankt den systematischen Arbeiten Kurt Walter Zeidlers wesentliche Einsichten in die Struktur der Wissenschaftstheorie. Nur wenige haben wie er in dieser Gründlichkeit ihre methodischen Grundlagen, ihre Notwendigkeit für die Reflexion wissenschaftlicher Forschung, ihre Reichweite und ihre Grenzen in den letzten Jahrzehnten herausgearbeitet. Noch weniger Wissenschaftstheoretiker haben wie er erkannt, dass Wissenschaftstheorie prinzipientheoretischer Begründung bedarf. Dass es nach den Hypes des letzten Jahrhunderts um die Wissenschaftstheorie inzwischen eher ruhig geworden ist, verwundert nach Zeidler nicht nur nicht, sondern ist notwendige Folge ihrer nicht aufgearbeiteten systematischen Defizite. Nicht nur, dass die wissenschaftstheoretische Analyse einzelwissenschaftlicher Methoden zumindest im jeweiligen „mainstream“ stets mangelhaft geblieben ist, weil sie sich paradigmatisch an den Methoden einzelner Wissenschaften orientiert hat. Denn die Leistungsfähigkeit und Berechtigung besonderer einzelwissenschaftlicher Methoden würde jeder Wissenschaftler für seine Disziplin an ihrer theoretischen Verankerung im Theoriengerüst und ihren Erfolgen in der praktischen Anwendung festmachen. Wozu braucht es dazu noch Philosophie? Stattdessen meinte man, jede Wissenschaft habe sich an der Mathematisierbarkeit ihrer Gegenstände oder hermeneutischen Zugangsweisen oder an sprachwissenschaftlich-konstruktivistischen Deutungsmodellen zu orientieren. Nur wenige gingen von einem pluralistischen Methodenkonzept der Wissenschaften aus. Doch dieses ist immer wieder eingefordert worden, etwa von Cassirer und Hönigswald in früherer Zeit, später von Wagner, Flach, Breil und natürlich Zeidler selbst.1

Hinzu kommt ein Weiteres. Noch immer geistert eine verfehlte Vorstellung von...

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