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Vergessen und Erinnern: Die Verankerung der Vergangenheit in Uwe Timms Werken

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Gökçen Türegün

Die Autorin des Buches analysiert Uwe Timms Werke Heißer Sommer, Morenga und Am Beispiel meines Bruders und geht der Frage nach, inwiefern und in welchem Grad das kollektive und kulturelle Gedächtnis von individuellen Erinnerungen beeinflusst wird. Das Buch untersucht auch, welche Wirkung für die Erinnerungskulturen das Symbolsystem Literatur hat, wie der gegenseitige Bezug zwischen literarischen Auslegungen vom Gedächtnis und Erinnerungskulturen aufzufassen ist sowie welche Funktionen und Wirkungsweisen die Literatur auf die Erinnerungskulturen hat. Schließlich setzt sich die Autorin mit der Frage auseinander, wie literarische Auslegungen zum Übermittler des kollektiven Gedächtnisses werden.
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4. Zum Bezug zwischen Theorie und Lektüre

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Abstract: In the fourth chapter of the dissertation, the relation between literature and theory has been emphasized and it has been concluded that the theories are not any means explaining the literature. The theories and the literature bi-directionally illuminate each other. However, the literary work always precedes these theories since it is dynamic and vivid.

Keywords: relation between literature and theory

Die in Fragestellung durch eine literaturwissenschaftliche Analyse zwischen kulturwissenschaftlich-theoretischem und literaturwissenschaftlichem Diskurs, stellt meine Arbeitsgrundlage und mein Arbeitsgebiet dar. So bin ich mit einer sieben Jahre dauernden Zeitreise und durch die Gespräche mit meiner Betreuerin Prof. Dr. Nergis Pamukoğlu-Daş, zu dem Entschluss gekommen, dass Literatur im Vordergrund steht, und dass eine textimmanente Analyse für die ausgewählte Literatur notwendig zu sein scheint.

Die in der Gegenwart betriebene Literatur und Kulturwissenschaft stützt sich mehr und mehr auf theoretische Grundlagen und stellt somit den sprechenden Text in den Hintergrund und versucht durch verschiedene theoretische Ansätze die Lektüre zu analysieren. Diesem Versuch droht jedoch ein Problem, denn Literatur und Lektüre sind nicht tote Objekte, die ihren Ursprung in der Theorie haben und die produziert werden, um die Theorien zu bestätigen. Uwe Timm schreibt in seinem Werk „Vom Anfang und Ende“ zur Lebendigkeit des Textes folgendes:

„Ein guter Text hat immer ein Mehr, einen Überfluss an Bedeutung, der über das hinausgeht, was der Autor ihm zu geben glaubte. Und dieses Mehr kann der literarische Text bei neuen...

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