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Text- und Diskurswelten in der massenmedialen Kommunikation

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Edited By Marek Cieszkowski and Janusz Pociask

Der mit der Digitalisierung der Kommunikation einhergehende Wandel von Kommunikations- und Medienkulturen beeinflusst die Produktionsbedingungen und den Rezeptionsrahmen von Texten sowie kommunikative Praktiken und kommunikatives Handeln. Um kommunikative Praktiken zu vollziehen und kommunikatives Handeln möglichst effektiv zu gestalten, entstehen vielfältige diskursive Kommunikationsräume, in denen mediale Akteure zu verschiedenen Zwecken miteinander agieren. Mit der Verlagerung der kommunikativen Praktiken in die digitale Welt kommt es zur Verlinkung von Texten zu Diskursen, die multisemiotisch und multimedial geprägt und auf Interaktion ausgerichtet sind. Dieses Buch ist solchen diversen textuellen und diskursiven Erscheinungsformen der massenmedialen Kommunikation gewidmet, die auf der Grundlage erschlossener Textkorpora interdisziplinär untersucht werden. Gegenstand der breit gefächerten Diskussion sind hier einzelne Texte und zusammenhängende Textformate in verschiedenen Medien sowie diskursiv organisierte Textwelten diverser multimodaler und -medialer Ausgestaltung.

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Technische Beschleunigung und (Des)Information/Technical speeding-up and (dis)information (Anna Kapuścińska)

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Anna Kapuścińska

Abstrakt: Der Beitrag nimmt Bezug auf das Konzept von Jean Baudrillard, nach dem das Übermaß an Informationen und ihre überhebliche Geschwindigkeit zur Implosion des Sinnes und (paradoxerweise) zur Desinformation führen. Hierbei wird dennoch der Standpunkt vertreten, dass auch in solchen spezifischen Kommunikationspraktiken jeweils fundierte Informationen vermittelt werden. Auch wenn der Kommunikationswert einzelner Kommunikate auf die rein technische, operationale Ebene beschränkt wird, ist das – semiotisch betrachtet – kein Grund dafür, sie als referenzlose Zeichen- und Kommunikationssimulakra einzustufen. Wie in dem Beitrag argumentiert wird, unterliegen die Kommunikate auch bei solchem Gebrauch etablierten Konventionen. Nur aufgrund dieser konventionsbasierten Referenz können sie dem Empfänger relevante Informationen als Navigationsmittel auf den sonst kaum überschaubaren Sehflächen der modernen Medien kommunizieren.

Schlüsselwörter: Beschleunigung, Information, Signifikation, Medien

Abstract: The article refers to the concept of Jean Baudrillard, according to which the overflow of information and its excessive speed lead to the implosion of meaning and (paradoxically) to disinformation. However, the viewpoint represented in this article justifies the assumption that even such particular communication practices are still based on information. Even though the communicative value of single messages is restrained to the merely technical, operational level, from the semiotic point of view there is no reason to regard them as referenceless simulacra of signs and communication. According to the article, even such a use of messages is liable to certain conventions. Only on the basis of a conventional reference can they function...

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