Show Less
Restricted access

Das partiarische Darlehen als Instrument der Unternehmensfinanzierung

Series:

Björn Brauer

Das partiarische Darlehen führte lange Zeit ein Schattendasein. In der rechtswissenschaftlichen Literatur fand es hauptsächlich aufgrund seiner Ähnlichkeit zur stillen Gesellschaft Erwähnung. Eine zivil- und kapitalmarktrechtliche Aufarbeitung erfolgte mangels echter Praxisrelevanz nur sporadisch. Die öffentliche Wahrnehmung des partiarischen Darlehens änderte sich jedoch in den letzten Jahren, woran das Crowdinvesting einen erheblichen Anteil hatte. Der Autor beantwortet aus diesem Anlass zivil- und kapitalmarktrechtliche Fragestellungen, die bei einer Unternehmensfinanzierung mit partiarischen Darlehen relevant werden. Im Anschluss erfolgt eine ökonomische Analyse, inwiefern es sich beim partiarischen Darlehen um ein gutes oder schlechtes Instrument der Unternehmensfinanzierung handelt.

Show Summary Details
Restricted access

A. Einleitung

Extract



Das partiarische Darlehen führte lange Zeit ein Schattendasein. In der rechtswissenschaftlichen Literatur fand es hauptsächlich Erwähnung aufgrund seiner Ähnlichkeit zur stillen Gesellschaft und der sich daraus ergebenden Abgrenzungsschwierigkeiten.1 Eine umfangreiche zivil- und kapitalmarktrechtliche Aufarbeitung erfolgte mangels echter Praxisrelevanz nur sporadisch. Die öffentliche Wahrnehmung des partiarischen Darlehens änderte sich jedoch in den letzten Jahren, woran das Crowdinvesting einen erheblichen Anteil hatte. Durch eine Befreiung von der Prospektpflicht schuf der Gesetzgeber einen Anreiz, das partiarische Darlehen bei den sogenannten Schwarmfinanzierungen zu verwenden. Der neu geschaffene Anwendungsbereich rückte das partiarische Darlehen stärker in das Zentrum der Aufmerksamkeit und eine zivil- und kapitalmarktrechtliche Analyse wurde zunehmend relevant. Die Idee für die vorliegende Dissertation war entstanden.

Diese Arbeit soll allerdings keine Untersuchung des Crowdinvesting darstellen, sondern im ersten Teil grundsätzliche Rechtsfragen zum partiarischen Darlehen als Instrument der Unternehmensfinanzierung beantworten. Neue Erkenntnisse gewinnt die Dissertation insbesondere in Bezug auf die Vereinbarkeit von partiarischen (Nachrang-)Darlehen und allgemeinen Geschäftsbedingungen. Zudem zeigt sie, dass einige für Genussrechte entwickelte Rechtsgrundsätze auch auf partiarische Darlehen anwendbar sind. Das ist insbesondere der Fall bei gesetzlichen Informationsrechten und vertraglichen Schadensersatzansprüchen. Im weiteren Verlauf bespricht die Arbeit unter anderem die Rechtsfolgen einer Vereinbarung von Covenants bei partiarischen Darlehen. Zum Beispiel stellt sich die Frage, inwiefern Covenants zu einer Umdeutung des Rechtsgeschäfts in eine stille Gesellschaft führen können. Schließlich werden neue Gedanken zur Prospekthaftung und Ad-hoc-Publizität nach dem VermAnlG entwickelt.

Der zweite...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.