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Anthropozän und Nachhaltigkeit

Denkanstöße zur Klimakrise und für ein zukunftsfähiges Handeln

Werner Mittelstaedt

Was genau ist das Anthropozän und wie ist es entstanden? Welche Kräfte wirken in ihm? Wohin führt es die globale Zivilisation? Hat das Anthropozän die Klimakrise herbeigeführt? Gibt es durch das Anthropozän praktisch keine reale Nachhaltigkeit mehr? Was kann aus den vielen Krisen im Anthropozän gelernt werden?

Diese Fragestellungen werden gut lesbar und anschaulich auf dem aktuellen Stand der Dinge behandelt. Auf dieser Basis stellt der Autor einen detaillierten Plan zur Abschwächung der Klimakrise vor, der durch einzelne Staaten verwirklicht werden könnte. Außerdem präsentiert er ein Konzept zur Erzielung realer Nachhaltigkeit und begründet, warum das Anthropozän als neues Erdzeitalter ausgerufen werden sollte.

In diesem Kontext geht der Autor auch auf die Coronavirus-Pandemie ein.

Das Buch schließt mit der Aufforderung, die »zweite Aufklärung« voranzutreiben. Sie ist notwendig, um das noch verbleibende Zeitfenster von wenigen Dekaden zu nutzen, damit das Anthropozän zukunftsfähig wird.

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Das Anthropozän ‒ das Zeitalter des Menschen

Das Anthropozän – das Zeitalter des Menschen

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Der niederländische Atmosphärenforscher und Nobelpreisträger für Chemiea, Paul J. Crutzen, und der im Jahr 2012 verstorbene amerikanische Ökologe, Eugene F. Stoermer, haben den Begriff »Anthropozän« für unsere derzeitige geochronologische Epoche (Erdzeitalter) im Jahr 2000 vorgeschlagen (siehe Crutzen und Stoermer 2000, S. 17-18). Das rund 11.700 Jahre andauernde Erdzeitalter »Holozän« (Nacheiszeitalter) haben sie damit für beendet erklärt. Sie waren der Überzeugung, dass die Menschheit die Erde so stark verändert hat, dass es notwendig ist, ein neues Erdzeitalter einzuführen, aus dessen Namen abzuleiten ist, dass es durch den Menschen geprägt wurde und wird. Der relativ kleine Artikel von Paul J. Crutzen und Eugene F. Stoermer »The Anthropocene«, der im Mai 2000 erschienen ist (ebd.) hat zahlreiche Folgeliteratur ausgelöst, zur Gründung von Fachzeitschriften und zu speziellen Websites im Internet geführt.

Auch für immer mehr Intellektuelle, Politikerinnen und Politiker sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Geistes- und Naturwissenschaften ist das Anthropozän zu einer unverrückbaren Tatsache geworden. Sie schließen sich damit dem Vorschlag von Paul J. Crutzen und Eugene F. Stoermer vorbehaltslos an. So beleuchten die Herausgeber des Buches »Das Anthropozän. Zum Stand der Dinge«, Jürgen Renn, Direktor am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und der Intendant des Hauses der Kulturen der Welt in Berlin, Berndt Scherer, in ihrem Buch, zusammen mit weiteren 12 Persönlichkeiten aus den Geistes- und Naturwissenschaften sowie aus Kultur und Politik ihre Sichtweisen auf das Anthropozän. In...

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