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Schulische Literaturvermittlungsprozesse im Fokus empirischer Forschung

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Edited By Christian Dawidowski, Anna Rebecca Hoffmann, Angelika Ruth Stolle and Jennifer Witte

Die Literaturdidaktik versteht sich von Beginn an als handlungsleitende Wissenschaft. Dabei wurde lange Zeit vernachlässigt, gängige Methoden sowie unterrichtliche Praxis auch empirisch zu erforschen. So ist über Literaturvermittlungsprozesse wenig bekannt. Der Band versammelt verschiedene Forschungsprojekte und Studien, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen: Neben unterschiedlichen Forschungsansätzen und -methoden, die erörtert werden, nähern sich die Aufsätze sowohl der Erforschung der Unterrichtsprozesse als auch den zu Literaturvermittlungszwecken eingesetzten Medien und Hilfsmitteln aus unterschiedlichen Perspektiven an.
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Gegenstandskonstitution und literarisches Lernen im Unterrichtsgespräch: Die Videostudie im Projekt TAMoLi – Texte, Aktivitäten und Motivationen im Literaturunterricht der Sekundarstufe I (Simone Depner, Nora Kernen und Irene Pieper)

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Simone Depner, Nora Kernen und Irene Pieper

Zusammenfassung: Ausgangspunkt unserer Überlegungen ist die Frage, welche Formen der Textarbeit im Deutschunterricht aktuell angeboten werden, um Gespräche über Literatur anzuregen. Dazu rekonstruieren wir drei ausgewählte Sequenzen aus einer Literaturstunde einer 9. Realschulklasse, in der die Lehrkraft zwischen dem literarischen Gegenstand und der Lebenswelt der SchülerInnen changiert, um die Textgrundlage als etwas Bedeutsames erscheinen zu lassen.

Abstract: The initial concern of this article is the question of what forms of text work are currently offered in German classes to stimulate discussions about literature. For this purpose, we reconstruct three selected sequences from a 9th grade literature lesson (medium academic track; students of about 15 years of age), in which the teacher alternates between the literary subject and the pupils' life world in order to make the textual basis appear as something significant.

Keywords: literary conversation, literary text, discourse research, constitution of subject matter, addressing students

Die Erwartungen an lernförderliche Gespräche über literarische Texte im Deutschunterricht sind durch literaturdidaktische Theoriebildungen der letzten Jahre gestiegen. Für Aussagen über die Gesprächsgestaltung im Literaturunterricht und deren Weiterentwicklung bedarf es empirisch fundierter Erkenntnisse. Vor diesem Hintergrund wollen wir mit einer literaturdidaktischen Rekonstruktion zu einer Unterrichtsstunde aus der Sekundarstufe I Potenziale literarischen Lernens in anschlusskommunikativen Situationen aufzeigen. Unser Forschungsinteresse gilt der Frage, wie der Gegenstand des Unterrichts in der Interaktion konstituiert wird ←141 | 142→und welche Formen der Textbegegnung sich konkret finden lassen. Wir...

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