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Neue Lesarten ausgesuchter Texte der Kinder- und Jugendliteratur

Literaturwissenschaftliche Erkundungen von der Biene Maja bis hin zu Tschick

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Edited By Anke Christensen and Olaf Koch

Dieser Sammelband widmet sich neuen Lesarten der Kinder- und Jugendliteratur. Dabei werden zum einen Werke der Weltliteratur behandelt, die als klassisch zu bezeichnen sind und unter neuen Fragestellungen betrachtet werden. Andere Aufsätze sollen wiederum als Baustein dienen, ein Forschungsdesiderat zu schließen. Beispielsweise erweist sich Kinder- und Jugendliteraturforschung überwiegend als Prosaforschung, so dass eine Betrachtung des Dramas „Ehrensache" einen Beitrag dazu leistet, auch Jugenddramatik als Forschungsgegenstand zu etablieren. Das kinderliterarische Werk Almut Hoppes ist bislang kaum beforscht. Ebenso haben die Kinderbücher um den „kleinen Nick" oder Andreas Steinhöfels „Es ist ein Elch entsprungen" bisher kaum Beachtung in der Kinder- und Jugendliteraturforschung gefunden.

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Neue Lesarten ausgesuchter Texte der Kinder- und Jugendliteratur. Literaturwissenschaftliche Erkundungen von der Biene Maja bis hin zu Tschick

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Dass die Popularität von Kinder- und Jugendliteratur im 21. Jahrhundert anhält und Kinder- und Jugendbücher ein wichtiger Wirtschaftszweig des Verlagwesens sind, zeigen nicht zuletzt die aktuellen Zahlen des Buchmarktes: Seit vielen Jahren liegt der Bereich der Kinder- und Jugendbücher konstant bei etwa 16 % des Gesamtumsatzes des Buchhandels (2018 waren es sogar 16,6 %), nur die Belletristik ist mit 31,5 Prozent auch im Jahr 2018 weiterhin deutlich umsatzstärker.1 Dabei ist die Grenze zwischen Kinder- und Jugendliteratur immer schwieriger zu ziehen, grenzüberschreitende Medien, All-Age- oder Crossover-Literatur, erweisen sich als zunehmend bedeutend und führen letzten Endes zu einer Aufwertung von Kinder- und Jugendliteratur. „Was die heutige Situation maßgeblich prägt, ist die Abkehr von einer dominant pejorativen Betrachtung der Rezeption von Kinder- und Jugendliteratur und -medien durch Erwachsene.“2 Auch im Bereich der Literaturwissenschaft ist eine Aufwertung des Bereichs der Kinder- und Jugendliteratur erfolgt. Zahlreiche Reihen, Zeitschriften, Sammelbände, Monografien und Aufsätze widmen sich diesem Forschungsgegenstand.3 ←7 | 8→Trotzdem werden in der Literaturwissenschaft Kinder- und Jugendbücher nicht als gleichwertig mit der Erwachsenenliteratur angesehen. Bettina Bannasch und Eva Matthes weisen darauf hin, dass Texte für Kinder weiterhin in „Trivialitätsverdacht“ stehen. „Ästhetik und Erziehung scheinen einander unversöhnlich gegenüber zu stehen.“4 Die Nähe zur Pädagogik führt dazu, dass Kinder- und Jugendliteratur schnell als Didaktik abgestempelt wird und somit inhaltliche Überlegungen, oft in Bezug auf die Eignung im Deutschunterricht, im Vordergrund stehen, während...

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