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Neue Lesarten ausgesuchter Texte der Kinder- und Jugendliteratur

Literaturwissenschaftliche Erkundungen von der Biene Maja bis hin zu Tschick

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Edited By Anke Christensen and Olaf Koch

Dieser Sammelband widmet sich neuen Lesarten der Kinder- und Jugendliteratur. Dabei werden zum einen Werke der Weltliteratur behandelt, die als klassisch zu bezeichnen sind und unter neuen Fragestellungen betrachtet werden. Andere Aufsätze sollen wiederum als Baustein dienen, ein Forschungsdesiderat zu schließen. Beispielsweise erweist sich Kinder- und Jugendliteraturforschung überwiegend als Prosaforschung, so dass eine Betrachtung des Dramas „Ehrensache" einen Beitrag dazu leistet, auch Jugenddramatik als Forschungsgegenstand zu etablieren. Das kinderliterarische Werk Almut Hoppes ist bislang kaum beforscht. Ebenso haben die Kinderbücher um den „kleinen Nick" oder Andreas Steinhöfels „Es ist ein Elch entsprungen" bisher kaum Beachtung in der Kinder- und Jugendliteraturforschung gefunden.

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Plädoyer für den geringen Verstand. A.A. Milne: Winnie-the-Pooh (1926)

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IDer Autor

Alan Alexander Milne wurde als dritter und jüngster Sohn seiner Eltern im Jahr 1882 in einem Londoner Vorort geboren. Sein Vater war schottischer Abstammung, Sohn eines presbyterianischen Geistlichen, der in London eine kleine Privatschule aufgebaut hatte und leitete. Erziehung und Bildung spielten eine große Rolle im Haushalt der Milnes. Sowohl Kenneth John, der mittlere Bruder Alans, wie auch Alan selbst erlangten Stipendien für eine der renommiertesten public schools des Landes, die Westminster School. Alle in der Familie glaubten an eine besondere mathematische Begabung ihres Benjamins, auch Alan selbst. Von Westminster aus führte ihn der vorgezeichnete Weg ans Trinity College in Cambridge zum Mathematikstudium. Indes hatte Alan Alexander Milne schon an der Westminster School seine tiefe Neigung zur Satire und zum Nonsense entdecken können. Die Mathematik musste demnach zurücktreten gegenüber einer immer mehr Zeit in Anspruch nehmenden Tätigkeit zunächst als Mitarbeiter, dann als verantwortlicher Herausgeber des satirischen Cambridger Studentenmagazins The Granta, das um die Jahrhundertwende in England einen überregional guten Ruf genoss. So hatte Milne das Schreiben, und das Schreiben ihn entdeckt. Ein durchaus mittelmäßiges Mathematikexamen erleichterte ihm den Entschluss, sein Glück als freischaffender Journalist und Schriftsteller zu versuchen. Die Kontakte, die er als Herausgeber des Granta gesammelt hatte, verschafften ihm bald Zugang zur Redaktion des Punch, der großen Londoner politisch-satirischen Zeitschrift, einer im beginnenden 20. Jahrhundert schon altehrwürdigen Institution des englischen politischen Lebens, nach Meinung mancher Zeitgenossen ebenso wenig wegzudenken wie...

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