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Neue Lesarten ausgesuchter Texte der Kinder- und Jugendliteratur

Literaturwissenschaftliche Erkundungen von der Biene Maja bis hin zu Tschick

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Edited By Anke Christensen and Olaf Koch

Dieser Sammelband widmet sich neuen Lesarten der Kinder- und Jugendliteratur. Dabei werden zum einen Werke der Weltliteratur behandelt, die als klassisch zu bezeichnen sind und unter neuen Fragestellungen betrachtet werden. Andere Aufsätze sollen wiederum als Baustein dienen, ein Forschungsdesiderat zu schließen. Beispielsweise erweist sich Kinder- und Jugendliteraturforschung überwiegend als Prosaforschung, so dass eine Betrachtung des Dramas „Ehrensache" einen Beitrag dazu leistet, auch Jugenddramatik als Forschungsgegenstand zu etablieren. Das kinderliterarische Werk Almut Hoppes ist bislang kaum beforscht. Ebenso haben die Kinderbücher um den „kleinen Nick" oder Andreas Steinhöfels „Es ist ein Elch entsprungen" bisher kaum Beachtung in der Kinder- und Jugendliteraturforschung gefunden.

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Der Weg in das Herz der Finsternis – Die Genese des Bösen in J.K. Rowlings Harry-Potter-Romanen

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Einleitung

Lässt man seinen Blick über die Regale der fantastischen Kinder- und Jugendliteratur schweifen, so wird man schnell feststellen, dass der Kampf zwischen Gut und Böse dort allgegenwärtig ist. Sei es, dass James Krüss‘ Timm Thaler mit dem teuflischen Baron um sein verkauftes Lachen ringt, Cornelia Funkes Meggie in der Tintenherz-Trilogie versucht, dem gierigen Capricorn das Handwerk zu legen oder Frodo Beutlin und seine Verbündeten gegen Sauron mit seinen Nazgûl und Orks um die Zukunft Mittelerdes kämpfen. Mehr noch: Es ist ein Archetypus der Literatur, insbesondere der Heldengeschichte, der sich allein in der englischen Literatur von Beowulf bis James Bond über die Jahrhunderte erstreckt.

Auch Harry Potter und seine Freunde bekämpfen das Böse in der Heptalogie der britischen Autorin Joanne K. Rowling. Das Böse begegnet Harry und mit ihm dem Leser jedoch in den verschiedensten Formen und Varianten und ist auch nicht in allen Fällen so klar und eindeutig böse, wie es im Fall von Harry Potters Antagonisten Lord Voldemort der Fall ist, der von Beginn an als die zentrale dunkle und zerstörerische Kraft eingeführt wird.

Auch wird dieser Dualismus von Gut und Böse mehrmals durchbrochen, indem scheinbare und anscheinende Gegner zu Verbündeten werden oder eine Entwicklung zum Besseren, wenn auch nicht zum durch und durch Guten, nehmen.

Es stellt sich somit die Frage, welche Motivatoren dafür verantwortlich sind, dass eine Figur in...

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