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Neue Lesarten ausgesuchter Texte der Kinder- und Jugendliteratur

Literaturwissenschaftliche Erkundungen von der Biene Maja bis hin zu Tschick

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Edited By Anke Christensen and Olaf Koch

Dieser Sammelband widmet sich neuen Lesarten der Kinder- und Jugendliteratur. Dabei werden zum einen Werke der Weltliteratur behandelt, die als klassisch zu bezeichnen sind und unter neuen Fragestellungen betrachtet werden. Andere Aufsätze sollen wiederum als Baustein dienen, ein Forschungsdesiderat zu schließen. Beispielsweise erweist sich Kinder- und Jugendliteraturforschung überwiegend als Prosaforschung, so dass eine Betrachtung des Dramas „Ehrensache" einen Beitrag dazu leistet, auch Jugenddramatik als Forschungsgegenstand zu etablieren. Das kinderliterarische Werk Almut Hoppes ist bislang kaum beforscht. Ebenso haben die Kinderbücher um den „kleinen Nick" oder Andreas Steinhöfels „Es ist ein Elch entsprungen" bisher kaum Beachtung in der Kinder- und Jugendliteraturforschung gefunden.

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Felicitas Hoppes Kinder- und Jugendbücher bei der Berliner Handpresse

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Die Schriftstellerin Felicitas Hoppe (Jahrgang 1960)1 gilt der Literaturkritik wie auch der -wissenschaft bislang vornehmlich als sprachversierte Erzählerin einer avancierten ,Erwachsenenliteraturʻ2 – wie etwa im Falle des postmodernen Geschichtsromans Johanna (2006) über die französische Nationalheilige Johanna von Orléans oder der autofiktionalen Lebensbeschreibung Hoppe (2012), für die sie im Jahr der Veröffentlichung mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet wurde.3 Dass die Autorin auch ein beachtliches kinder- und jugendliterarisches Œuvre vorzuweisen hat, ist hingegen bislang kaum bekannt. Noch 2008 konstatierte Wieland Freund anlässlich des Erscheinens des Jugendbuchs Iwein Löwenritter (2008)4, einer Adaptation nach Hartmanns von Aue gleichnamigem ←175 | 176→Artusroman für junge Leser, im Feuilleton der Tageszeitung Die Welt: „Felicitas Hoppe (47) wiederum, ist, anders als man oft liest, im Kinderbuchfach zwar nicht neu, zum ersten Mal aber wird ihr auch hier größere Aufmerksamkeit zuteil.“5 Da schrieb Hoppe bereits seit über zehn Jahren für ein juveniles Publikum und hatte soeben ihr achtes Buch in Kooperation mit der Berliner Handpresse veröffentlicht.

Im Fall von Felicitas Hoppe zielt eine ,neue Lesartʻ, wie sie der vorliegende Sammelband qua Titel und Konzept postuliert, damit zunächst einmal auf den Versuch, einem eklatanten Forschungsdesiderat wenn nicht vollends beizukommen, so doch wenigstens initiativ entgegenzuwirken – und zwar in mehrfacher Hinsicht: So obliegt nicht nur der fachwissenschaftlichen Autorenforschung die dringliche Aufgabe, Hoppes Kinder- und Jugendbücher endlich als integrativen Bestandteil des Gesamtwerks zu begreifen. Auch aus Sicht der Kinder- und Jugendbuchforschung lohnt es,...

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