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Deutsch in Fach und Beruf

Aktuelle Fragen und neue Ansätze der Fremdsprachenvermittlung

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Edited By Ellen Tichy and Felicitas Tesch

Der stetig wachsende internationale Arbeitsmarkt fordert mehr denn je berufsbezogene Sprach- und Fachkenntnisse von Absolventinnen und Absolventen der einschlägigen Studiengänge. Der Anteil an berufs- und fachsprachlichen Ausbildungsinhalten in den Curricula philologischer bzw. germanistischer Studiengänge im In- und Ausland nimmt zu. Mittlerweile sind sie ein integraler Bestandteil an den meisten Studienstandorten, oft auch durch bildungspolitische Vorgaben gefordert. Die Beiträge dieses Sammelbandes belegen, dass sowohl innovative Konzepte für den Fachsprachenunterricht entwickelt werden als auch Forschungsansätze existieren, die sich mit konzeptionellen und terminologischen Fragestellungen auseinandersetzen.

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Werkzeugcharakter der Sprache und Adressatenbezug. Überlegungen zur Didaktik von Fach- und Berufssprachen: Ulrich Steinmüller

Ulrich Steinmüller

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Abstract: Learning and speaking one or more foreign languages not only opens one’s horizon and offers opportunities to explore foreign people and cultures. It is no longer the characteristic of an educated person alone. In a more pragmatic approach, the knowledge of a foreign language can be understood as a tool to practice one’s academic or professional skills in international and multicultural surroundings. This paper argues the necessity to develop foreign language courses for special purposes. With respect to research and teaching of German as a Foreign Language this means the challenge to develop teaching materials as well as didactics and methodology not only for academic courses, but also for fugitives and migrant workers, in order to afford them opportunities on the German labor market and therewith of integration into the German society.

In zurückliegenden Jahrzehnten wurde die Beherrschung von Fremdsprachen vorwiegend unter dem Bildungsaspekt gesehen: wer eine oder mehrere Fremdsprachen beherrschte, galt als gebildete Persönlichkeit. Die sogenannte „höhere Tochter aus gutem Haus“ erlernte zwar keinen Beruf, wohl aber Klavierspielen und Französisch als Ausweis ihrer Bildung. Das Erlernen der Fremdsprache hatte hierein seinen Sinn und sein Ziel. Auch heute ist diese Einschätzung von Fremdsprachenkenntnissen als Bestandteil von Bildung noch vorhanden, und sie hat auch noch ihre Berechtigung. Aber zunehmend trat ein anderer Aspekt neben den Bildungsaspekt, nämlich die instrumentelle Betrachtung der Fremdsprache, die Betrachtung der Fremdsprache als ein Werkzeug. Dieser Gedanke, Sprache als Werkzeug, taucht schon bei Humboldt auf und wird heute...

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