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Urheberrechtliche Schrankenproblematik im Zeitalter von E-Books und Google Book Search in Deutschland und den USA

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Pia Christine Greve

Urheberrechtsschranken sind nach der Rechtsprechung grundsätzlich eng auszulegen und nicht analogiefähig. Technische Neuerungen ermöglichen allerdings bisher unbekannte Nutzungsarten geschützter Werke durch Digitalisierung. Das erfordert nach Ansicht der Autorin eine ständige Weiterentwicklung der urheberrechtlichen Schranken. Sie geht der Frage nach, ob Schranken einzeln weiterentwickelt werden sollen oder mittels des Dreistufentests eine Methode genutzt werden soll, die Schranken nach Sinn und Zweck durch die Rechtsprechung weniger eng auszulegen. Die Autorin erörtert, ob eine Schrankengeneralklausel als Auffangtatbestand durch Änderung des europäischen Rechts geschaffen werden soll oder gar eine Vollharmonisierung der recht weit divergierenden Schrankendogmatik. Sie analysiert die daraus daraus erwachsende Problematik und bietet denkbare Lösungsansätze an.

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3. Teil: Spezifische Anwendungsfälle

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I. Funktionsweise von E-Books

1. Begriff „E-Book“

Der Begriff „E-Book“ wird nicht immer einheitlich verwendet. Für einige beinhaltet der Begriff sowohl die Datei des Buches als solches als auch das Gerät, mit dem die Buchdatei wiedergegeben werden kann, um sie zu lesen, für andere nur das digitale Werk an sich.

Das analoge Buch wird vom Schriftsteller verfasst, auf Papier gedruckt, im (Online-)Buchhandel verkauft und vom Leser in die Hand genommen. E-Books sind zunehmend beliebte elektronische Bücher, die mittels eines elektronischen Gerätes (E-(Book)-Reader, Computer, Tablets und Smartphones) gelesen werden können. Entweder lagen sie zuvor als gedruckte Version vor und sind nun parallel als digitale Version abrufbar oder es sind ausschließlich in elektronischer Form angebotene Schriften. E-Books stehen in unterschiedlichen Formaten zur Verfügung und können je nach Format nur auf bestimmten Geräten aufgerufen werden.615 Kostenpflichtige Angebote umfassten hauptsächlich wissenschaftliche Literatur.

Neueste Technik bietet mit Bildschirmen mit sehr hoher Pixeldichte, die für das menschliche Auge nicht mehr erkennbar sind,616 einen Papier-Effekt, der das Auge den Unterschied zwischen Papier und Display kaum erkennen lässt,617 die Möglichkeit, auch längere Texte auf Bildschirmen komfortabler zu lesen.

2. Gegenüberstellung von Buch und E-Book

E-Books bieten mehr Nutzungsmöglichkeiten (z.B. Such-, Markierungs- und Lesezeichenfunktion) als gedruckte Bücher, ansonsten unterscheiden sich beide Formen der Bücher weder inhaltlich noch funktionell,618 da diese...

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