Show Less
Restricted access

Schwabstedt und die Bischöfe von Schleswig (1268-1705)

Beiträge zur Geschichte der bischöflichen Burg und Residenz an der Treene

Series:

Edited By Oliver Auge and Stefan Magnussen

Der Band umfasst die Beiträge eines 2018 in Schwabstedt veranstalteten Symposiums. Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland präsentierten aus archäologischer, historischer wie kunsthistorischer Perspektive erstmals eine umfassende Bewertung der bischöflichen Burg- und Residenzgeschichte in Schwabstedt. Die Autoren und die Autorin schlagen einen weiten Bogen von der Entstehung der Burg infolge der Übertragung Gottorfs an die Schleswiger Herzöge im Jahr 1268 bis zum Abriss des daraus hervorgegangenen frühneuzeitlichen Schlosses. Sie skizzieren dabei einerseits die überregionale Bedeutung, illustrieren jedoch auch das Wirken der Bischöfe vor Ort. Der Band ist somit ein wichtiger Beitrag für die stärkere Berücksichtigung dieses heute weitgehend vergessenen mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Herrschaftszentrums in der regionalen wie überregionalen Geschichte.

Show Summary Details
Restricted access

Schwabstedt und die Bischöfe von Schleswig – eine Hinführung

Extract

Oliver Auge und Stefan Magnussen

Für die Regionalgeschichte und deren Vermittlung besitzen Jubiläen seit jeher eine wichtige Funktion. Zwar nehmen die Wege der Geschichtsforschung bisweilen ihre ganz eigenen, auf die oft individuellen Biographien und Netzwerke einzelner Forscherinnen und Forscher zurückgehenden Verläufe, allerdings werden die großen Leitlinien regelmäßig durch die Wiederkehr von wichtigen Jahrestagen oder auch Geburts- und Sterbedaten vorgegeben. Immer wieder stellen diese den Anlass, sich etwa in Form von Ausstellungen oder Fachkonferenzen aufs Neue mit womöglich länger vernachlässigten Ereignissen oder Personen zu beschäftigen. Dabei werden etablierte Paradigmen und Geschichtsbilder durch den Abgleich mit modernen Forschungsdiskursen stets auf den Prüfstand gestellt. Kaum ein Jubiläum dürfte den Stimulus von Jahrestagen in der jüngeren Vergangenheit besser verdeutlichen als das Lutherjahr 2017. Der Anlass der 500. Wiederkehr des Anschlags der 95 Thesen an die Schloss- und Universitätskirche zu Wittenberg durch Martin Luther (1483–1546) führte nicht nur zu einer neuen Auseinandersetzung mit der Person des Reformators selbst,1 sondern setzte auch die Reformation landauf und landab auf die Forschungsagenden2 wovon natürlich auch die regionalhistorische Forschung zwischen Elbe und Königsau nicht unberührt blieb.3

Auch andernorts standen Jubiläen Pate für umfassende Neubewertungen historischer Ereignisse oder Personen, die in manchen Fällen, wie etwa bei Kaiser Maximilian I. (1459–1519), ein großes nationales wie internationales Echo erzeugten,4 in anderen wiederum zumindest auf reges Interesse innerhalb der betroffenen Regionen stie...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.