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Jüdisches Kulturerbe MUSIK – Divergenzen und Zeitlichkeit

Überlegungen zu einer kulturellen Nachhaltigkeit aus Sicht der Jüdischen Musikstudien

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Edited By Sarah M. Ross

Seit den 1960er Jahren steigt in Europa die Zahl der jüdischen Kulturerbeprojekte. Im Gedenken an die Schoa suchen Nichtjuden die Relikte der Vergangenheit zu bewahren und lassen dabei nicht selten die gegenwärtigen jüdischen Gemeinden außer Acht. Die Autorinnen unterziehen diese Praxis des „authorized heritage" einer kritischen Betrachtung. Mit Blick auf das jüdische Kulturerbe Musik enthüllen sie vor dem Hintergrund aktueller Debatten um kulturelle Nachhaltigkeit die Gefahren von Konstruktion, kultureller Aneignung und Instrumentalisierung des Erbes. Mit der Diskussion innerjüdischer Nachhaltigkeitskonzepte, flankiert von philosophischen Thesen zum Erbe und zur Verantwortung für den Anderen, werden Denkanstöße für einen neuen, zukunftsorientierten Umgang mit jüdischem Kulturerbe gegeben.

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Zu den Autorinnen

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Dr. Miranda Crowdus ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Europäischen Zentrum für Jüdische Musik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover und vertritt dort die Jüdischen Musikstudien und die Musikethnologie in Forschung und Lehre. Sie ist Autorin von Hip Hop in Urban Borderlands (Peter Lang, 2018) und publizierte vielfach zum Thema jüdische Identität, populäre Musik und interkulturelle Begegnungen in Süd-Tel-Aviv sowie zu den Themen Musik in Israel, Popularmusik und Musik der jüdischen Diaspora. Ihr neuer Forschungsschwerpunkt widmet sich den liturgischen Traditionen der romaniotischen Juden Griechenlands.

Dr. Regina Randhofer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Europäischen Zentrum für Jüdische Musik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Nach langjähriger Tätigkeit als Dozentin im Fachbereich Musikwissenschaft an Universitäten in Deutschland, Ungarn und Israel war sie 2007 bis 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Akademieprojekt „Europäische Traditionen – Enzyklopädie jüdischer Kulturen“ am Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur, Leipzig. Ihr aktuelles Forschungsprojekt zum Nachlass der Musikwissenschaftlerin Edith Gerson-Kiwi (Berlin 1908 – Jerusalem 1992) befasst sich mit der Erschließung des deutsch-jüdischen Erbes.

Prof. Dr. Sarah M. Ross ist Professorin für Jüdische Musikstudien und Direktorin des Europäischen Zentrums für Jüdische Musik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, wo sie in Lehre und Forschung in den Jüdischen Musikstudien und der Musikethnologie tätig ist. Sie ist Autorin von A Season...

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