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Isḥāq Armale: Die Schlimmsten aller Katastrophen für die Christen

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Edited By Amill Gorgis and Dorothea Weltecke

Dieser Band ist die erste deutsche Übersetzung von Isḥāq Armales Buch über den Völkermord im Osmanischen Reich. Der syrisch-katholische Chorepiskopos Isḥāq Armalesbeschreibt in der bereits 1919 veröffentlichten Originalausgabe ausführlich das grausame Schicksal, das die Christen in den Städten Mardin, Diyarbakır, ar-Ruhā (Edessa, Urfa, Urhāy), Aleppo, Sindschar, Cizre, Siirt, Kfarbōrān, Tur ‘Abdin sowie in den Dörfern in dieser Umgebung ereilte. Der Autor berichtet über die Unterdrückung der Menschen und berichtet über Entführungen, Vertreibungen, und Massakern, die sich im Jahre 1895 und in den Jahren 1914 bis 1919 zugetragen haben. Die Übersetzung ist ein wichtiges Zeugnis in der Erinnerung an die Menschen, die dem Völkermord zum Opfer fielen.

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Vorwort

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Gelobt sei Gott, der den Menschen aus Erde schuf und mit allem, was süß und köstlich ist, begnadete und versprach, ihn reichlich zu belohnen, wenn er den Weg der Rechtschaffenheit und Vernunft wählen würde. Als er aber Gottes Gebote übertrat, wurde er Beute für Leid und Versuchung. Seine Würde und Freude wurden in Niedrigkeit und Betrübnis verwandelt und Gott bestrafte den Menschen und fügte ihm heftige Qualen zu.

Was hier folgt, ist ein Buch, das die schmerzhaften Ereignisse des fürchterlichen Krieges, seine herzzerreißenden, unerträglichen Qualen sowie den Verlauf der Geschehnisse der grauenhaften Massaker und abscheulichen und hässlichen Schandtaten umfasst, die in Mesopotamien begangen wurden.

Das Buch führt mit einem kurzen Abschnitt in die alte Geschichte Mesopotamiens ein. Mit seinem Titel „Die schlimmsten aller Katastrophen für die Christen“ verleiht es der Ohnmacht der Christen, in der sie sich befanden, Ausdruck. Es lenkt die Aufmerksamkeit derer, die es verstehen, auf die Geschehnisse und dokumentiert die bösen Taten der Verbrecher – Gott möge sie richten –, die die Mehrheit von uns, die Alten und Jungen, mit ihren Schwertern ausrotteten, damit sie im Gedächtnis lebendig bleiben. Keinen Schlaf konnten wir finden, auf nackter Erde und Dornen mussten wir schlafen – der Kummer erdrückte unser Herz!

Jetzt ist für uns der Moment gekommen, die Zeit der Vernichtung, in der die Güte so weit entfernt und das Böse um uns war,...

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