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Von Musen und Musik: Zu Oper, Libretto und Singspiel

Hans-Albrecht Koch

Das Buch behandelt literarische Texte, die zur Vertonung für musikalischen Vortrag bestimmt waren. Der erste Hauptteil handelt vom deutschen Singspiel des 18. Jahrhunderts, vor allem in seiner österreichisch-süddeutschen, speziell Wiener, Ausprägung. Das Singspiel wählte höfische und bürgerliche Sujets, aber auch Märchenstoffe, und war für ausgebildete Sänger gedacht. Seinen Höhepunkt fand es in der gemeinsamen Arbeit von Emanuel Schikaneder und Wolfgang Amadeus Mozart an der «Zauberflöte» und in Goethes «Zweiter Zauberflöte». Der zweite Hauptteil behandelt die Operndichtungen, die der Wiener Hugo von Hofmannsthal für den Komponisten Richard Strauss schrieb, besonders die symbolträchtige, vielfach an die «Zauberflöte» anknüpfende Oper «Die Frau ohne Schatten» und «Arabella», das letzte gemeinsame Werk beider Künstler.

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Menandros: Dyskolos

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. Papyrus, 3. Jahrhundert

Erst im 20. Jahrhundert wurde es möglich, sich vom Schaffen dieses Dichters wieder eine zutreffende Vorstellung zu machen. Dazu bedurfte es eines „jener Zufälle – oder natürlichen Wunder, an denen es auch im Gang der Geschichte nicht ganz fehlt“, nämlich des glücklichen Umstandes, daß die „erhaltende Kraft des trockenen ägyptischen Sandes das wieder gut [machte], was menschliche Nachlässigkeit und Ungunst der Zeiten versäumt hatten“ (Wolfgang Schadewaldt). Außer zahlreichen Bruchstücken, vor allem sententiösen Einzelversen, kannte man im Spiegel der freien Bearbeitungen durch die römischen Komödiendichter Plautus und Terenz lediglich die Handlungen von neun Theaterstücken Menanders, ehe 1905 in einem Codex in Kairo zwei Drittel des Textes der „Epitrepontes“ (‚Das Schiedsgericht‘) entdeckt wurden. Doch erst infolge des Erwerbs mehrerer neuentdeckter Papyri mit weiteren Komödien durch Martin Bodmer ist das Werk dieses Dichters als eines von jenen „Einzelelementen vor unseren Blicken“ aufgetaucht, aus denen sich „das mächtige Ganze [aufbaut], das die Schriftkultur des Abendlandes darstellt“ (M. Bodmer).

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