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Von Musen und Musik: Zu Oper, Libretto und Singspiel

Hans-Albrecht Koch

Das Buch behandelt literarische Texte, die zur Vertonung für musikalischen Vortrag bestimmt waren. Der erste Hauptteil handelt vom deutschen Singspiel des 18. Jahrhunderts, vor allem in seiner österreichisch-süddeutschen, speziell Wiener, Ausprägung. Das Singspiel wählte höfische und bürgerliche Sujets, aber auch Märchenstoffe, und war für ausgebildete Sänger gedacht. Seinen Höhepunkt fand es in der gemeinsamen Arbeit von Emanuel Schikaneder und Wolfgang Amadeus Mozart an der «Zauberflöte» und in Goethes «Zweiter Zauberflöte». Der zweite Hauptteil behandelt die Operndichtungen, die der Wiener Hugo von Hofmannsthal für den Komponisten Richard Strauss schrieb, besonders die symbolträchtige, vielfach an die «Zauberflöte» anknüpfende Oper «Die Frau ohne Schatten» und «Arabella», das letzte gemeinsame Werk beider Künstler.

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„kein Dilettant, über der Situation, in jedem Augenblicke meisterlich“: Max Slevogt und „Die Zauberflöte“

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Die folgende Studie gilt, nach einem kurzen Blick auf Max Slevogts Beziehungen zur Oper, besonders zu dem befreundeten portugiesischen Sänger Francisco dʼAndrade, den Randzeichnungen zur „Zauberflöte“ und den in der einschlägigen Literatur wenig beachteten Aquarellen des Malers zur Oper aus dem Besitz der Kunsthalle Mannheim.

Mit wenig medialem Aplomb – anders als 1967 Marc Chagall mit den Vorhängen „The Origin of Music“ und „The Triumph of Music“ sowie mit seiner Ausstattung der „Zauberflöte“ in der Metropolitan Opera Einzug hielt – näherte sich Schritt um Schritt der von Jugend auf durch und durch von Musik durchglühte Graphiker und Maler Max Slevogt der Verwirklichung seines Wunsches, für die Oper zu arbeiten. Das gezügelte Temperament, Mitgift seiner pfälzischen Heimat, hat ihn, den musikalisch und künstlerisch gleich Hochbegabten, in Leben und Arbeit – auch dank glücklicher Begegnungen – einen Weg finden lassen, seine beiden Talente in Werken von höchster Schönheit und Individualität zu dauerhafter Wirkung zu verbinden.1

1894 hatte Slevogt anläßlich einer Aufführung von Mozarts „Don Giovanni“ in der Münchener Hofoper den um die Jahrhundertwende und noch lange danach berühmtesten Don Giovanni kennengelernt, den Portugiesen Francisco dʼAndrade (1846–1921). Es war dʼAndrades erster Auftritt als Don Giovanni in Deutschland. Der Schriftsteller Johannes Guthmann (1876–1936) berichtet in ←203 | 204→←204 | 205→seinen Erinnerungen „Schöne Welt – Wandern und Weilen mit Max Slevogt“ über den denkwürdigen Abend:2



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