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Von Musen und Musik: Zu Oper, Libretto und Singspiel

Hans-Albrecht Koch

Das Buch behandelt literarische Texte, die zur Vertonung für musikalischen Vortrag bestimmt waren. Der erste Hauptteil handelt vom deutschen Singspiel des 18. Jahrhunderts, vor allem in seiner österreichisch-süddeutschen, speziell Wiener, Ausprägung. Das Singspiel wählte höfische und bürgerliche Sujets, aber auch Märchenstoffe, und war für ausgebildete Sänger gedacht. Seinen Höhepunkt fand es in der gemeinsamen Arbeit von Emanuel Schikaneder und Wolfgang Amadeus Mozart an der «Zauberflöte» und in Goethes «Zweiter Zauberflöte». Der zweite Hauptteil behandelt die Operndichtungen, die der Wiener Hugo von Hofmannsthal für den Komponisten Richard Strauss schrieb, besonders die symbolträchtige, vielfach an die «Zauberflöte» anknüpfende Oper «Die Frau ohne Schatten» und «Arabella», das letzte gemeinsame Werk beider Künstler.

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„Laß scharren deiner Rosse Huf!“ Gedenkblatt zum 100. Todestag des Dichters Conrad Ferdinand Meyer

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Dem Schweizer Dichter Conrad Ferdinand Meyer verdankt die deutsche Literatur einige jener wenigen Gedichte, in denen schlechthin alles – Wort und Empfindung, Vers und Strophe, Metaphorik und Rhythmik – so zusammenstimmt, daß man aus ihnen den höchsten Begriff von Lyrik ableiten kann. „Laß scharren deiner Rosse Huf!“ – der Angstruf des Liebesabschieds – gehört in diese Reihe:

Geh nicht, die Gott für mich erschuf!

Laß scharren deiner Rosse Huf!

Den Reiseruf!

Du willst von meinem Herde fliehn?

Und weißt ja nicht, wohin, wohin

Dich deine Rosse ziehn!

Die Stunde rinnt! Das Leben jagt!

Wir haben uns noch nichts gesagt –

Bleib bis es tagt!

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