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Von Musen und Musik: Zu Oper, Libretto und Singspiel

Hans-Albrecht Koch

Das Buch behandelt literarische Texte, die zur Vertonung für musikalischen Vortrag bestimmt waren. Der erste Hauptteil handelt vom deutschen Singspiel des 18. Jahrhunderts, vor allem in seiner österreichisch-süddeutschen, speziell Wiener, Ausprägung. Das Singspiel wählte höfische und bürgerliche Sujets, aber auch Märchenstoffe, und war für ausgebildete Sänger gedacht. Seinen Höhepunkt fand es in der gemeinsamen Arbeit von Emanuel Schikaneder und Wolfgang Amadeus Mozart an der «Zauberflöte» und in Goethes «Zweiter Zauberflöte». Der zweite Hauptteil behandelt die Operndichtungen, die der Wiener Hugo von Hofmannsthal für den Komponisten Richard Strauss schrieb, besonders die symbolträchtige, vielfach an die «Zauberflöte» anknüpfende Oper «Die Frau ohne Schatten» und «Arabella», das letzte gemeinsame Werk beider Künstler.

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Hugo von Hofmannsthals Wirkung auf dem Theater

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Eine leidenschaftliche Teilnahme Hugo von Hofmannsthals am Theater ist seit seiner frühesten Jugend bezeugt (vgl. SW XXXVII, S. 158). Begegnungen mit Regisseuren, Schauspielern und Sängern begleiten ihn lebenslang, und bereits als Achtzehnjähriger möchte er „für die wirkliche brutale Bühne“ arbeiten (BW Schnitzler, S. 23). Sein Theaterdebüt bereitete sich bei einem Zusammentreffen mit Otto Brahm im Oktober 1897 vor: Brahm erklärte sich bereit, Hofmannsthals Einakter „Madonna Dianora“, der gedruckt unter dem Titel „Die Frau im Fenster“ erschien, am Deutschen Theater Berlin aufzuführen. Brahm brachte das Stück am 8. Mai 1898 jedoch nur im Rahmen einer Matinee der ‚Freien Bühne‘ am Deutschem Theater zur Aufführung. Von Otto Brahms naturalistischem Theater führte Hofmannsthals Bühnenlaufbahn zu Max Reinhardt, der mit dem Stamm seiner Mitarbeiter – u.a. Tilla Durieux, Gertrud Eysoldt, Alexander Moissi, Max Pallenberg, Helene Thimig und Gustav Waldau als Schauspielern sowie dem Bühnenbildner Alfred Roller – zum wichtigsten Vermittler Hofmannsthals wurde, vom Deutschen Theater über die Salzburger Festspiele bis hin zum Theater in der Josefstadt in Wien. Die bislang publizierten Briefe Hofmannsthals (u.a. BW Eysoldt; Fiedler 1977; Hirsch 1995) sowie die Forschungen zur Kooperation mit Richard Strauss und Max Reinhardt (Huesmann 1983; Heininger 2015) dokumentieren die Bühnenwirkung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Rezeption auf dem Theater nach 1945 läßt sich indes, zumal in der internationalen Verzweigung gerade des Musiktheaters, nur in Perspektiven und Ausschnitten darstellen (Erken 1968, 1969; Konrad 1988; Joyce 1993).

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