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Von Musen und Musik: Zu Oper, Libretto und Singspiel

Hans-Albrecht Koch

Das Buch behandelt literarische Texte, die zur Vertonung für musikalischen Vortrag bestimmt waren. Der erste Hauptteil handelt vom deutschen Singspiel des 18. Jahrhunderts, vor allem in seiner österreichisch-süddeutschen, speziell Wiener, Ausprägung. Das Singspiel wählte höfische und bürgerliche Sujets, aber auch Märchenstoffe, und war für ausgebildete Sänger gedacht. Seinen Höhepunkt fand es in der gemeinsamen Arbeit von Emanuel Schikaneder und Wolfgang Amadeus Mozart an der «Zauberflöte» und in Goethes «Zweiter Zauberflöte». Der zweite Hauptteil behandelt die Operndichtungen, die der Wiener Hugo von Hofmannsthal für den Komponisten Richard Strauss schrieb, besonders die symbolträchtige, vielfach an die «Zauberflöte» anknüpfende Oper «Die Frau ohne Schatten» und «Arabella», das letzte gemeinsame Werk beider Künstler.

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Die Schluß-Szene der „Arabella“: Textkritische Bemerkungen

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Dem Wiederabdruck der nachstehenden „Textkritischen Bemerkungen“ zur Schluß-Szene der „Arabella“ seien wenige Worte der Erinnerung an Herbert Steiner vorangeschickt. Er hat nach dem Zweiten Weltkrieg die „Gesammelten Werke“ Hugo von Hofmannsthals „in Einzelausgaben“ in 15 Bänden bei S. Fischer herausgebracht und sich damit um die Präsenz des österreichischen Dichters im literarischen Leben der Nachkriegszeit größte Verdienste erworben.

Frühe Begegnungen mit Rilke, George und Hofmannsthal führten den am 13.8.1882 zu Wien geborenen Fabrikantensohn zur Literatur. Er studierte Germanistik und Romanistik in Graz, München und Zürich, wurde 1925 mit der Dissertation „Der Chevalier de Méré bei Louis Gauchat“ (1930) zum Dr. phil. promoviert und war Sekretär des Hottinger Literaturzirkels. Mit Martin Bodmer gab er die Literaturzeitschrift „Corona“ heraus. Seit 1940 in den USA, lehrte er seit 1943 am Smith College in Northampton (Massachusetts), 1946–53 als Associate Professor, 1953–58 als Professor of German an der Pennsylvania State University in University Park. Als freier Mitarbeiter des Schiller-Nationalmuseums in Marbach a.N. widmete er sich, neben Übersetzungen aus dem Italienischen und Französischen, seit 1959 vor allem der Edition der Werke Hofmannsthals, ferner der Edition seiner eigenen Briefwechsel mit Friedrich Gundolf und Ernst Robert Curtius sowie der Gedichte Karl Gustav Vollmoellers. 1957 veröffentlichte er einen Band „Begegnungen mit Dichtern“ (Nachdr. 1963). Steiner starb am 9.2.1966 zu Genf.

Diese Bemerkungen der Erinnerung seien vorangestellt, weil der Steinerschen Hofmannsthal-Ausgabe immer wieder Vorwürfe wegen der einen oder anderen Ungenauigkeit gemacht worden...

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