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Von Musen und Musik: Zu Oper, Libretto und Singspiel

Hans-Albrecht Koch

Das Buch behandelt literarische Texte, die zur Vertonung für musikalischen Vortrag bestimmt waren. Der erste Hauptteil handelt vom deutschen Singspiel des 18. Jahrhunderts, vor allem in seiner österreichisch-süddeutschen, speziell Wiener, Ausprägung. Das Singspiel wählte höfische und bürgerliche Sujets, aber auch Märchenstoffe, und war für ausgebildete Sänger gedacht. Seinen Höhepunkt fand es in der gemeinsamen Arbeit von Emanuel Schikaneder und Wolfgang Amadeus Mozart an der «Zauberflöte» und in Goethes «Zweiter Zauberflöte». Der zweite Hauptteil behandelt die Operndichtungen, die der Wiener Hugo von Hofmannsthal für den Komponisten Richard Strauss schrieb, besonders die symbolträchtige, vielfach an die «Zauberflöte» anknüpfende Oper «Die Frau ohne Schatten» und «Arabella», das letzte gemeinsame Werk beider Künstler.

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Martin Bircher

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, der – als Direktor der wunderschön oberhalb des Genfer Sees bei Cologny gelegenen „Bibliotheca Bodmeriana“ – die unermeßlichen Schätze an wertvollsten Manuskripten, Büchern und Musikalien bewahrte, die Martin Bodmer, der Schweizer Bibliophile und langjährige Vizepräsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, in den zwei einander gegenüber gelegenen klassizistischen Gebäuden zur Unterbringung seiner Bibliothek errichtet hatte.

Der am 3. Juni 1938 in Zürich geborene Martin Bircher stammte aus einer alten Familie der Stadt. Der Arzt und Ernährungswissenschaftler Maximilian Bircher-Benner, Erfinder des Müslis, war sein Großvater. Bircher studierte Germanistik, Anglistik und Kunstgeschichte an der Universität Zürich, wo er vor allem bei Wolfgang Binder, Emil Staiger und Max Wehrli hörte. 1965 wurde er mit einer von Wehrli angeregten Arbeit mit dem Titel „Johann Wilhelm von Stubenberg und sein Freundeskreis: Studien zur österreichischen Barockliteratur protestantischer Edelleute“ (gedruckt 1968) promoviert. Von 1968–78 lehrte er an der McGill University in Montreal. Mit dem Briefwechsel über die Entstehung und Drucklegung des Gesellschaftsbuches der Fruchtbringenden Gesellschaft („Matthäus Merian d. Ä. und die Fruchtbringende Gesellschaft“) veröffentlichte Bircher 1977 eine der wichtigsten Quellen zum barocken Sozietätswesen. Seit 1978 baute er an der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel die den wichtigsten Bestand des Hauses betreffende Abteilung zur „Erforschung des 17. Jahrhunderts“ auf und schuf mit dem Katalog „Deutsche Drucke des Barock 1600–1720“ (46 Bd., 1977–1996) recht eigentlich ein neues Fundament der jüngeren Barockforschung. Bei dem Unternehmen wurde zum erstenmal die elektronische...

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