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Die Vita des Josef Busnāyā

Eine historische Quelle des Nordiraks des 10. Jahrhunderts

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Ralph Barczok

Der Band ist die erste größere Studie zur Vita von Josef Busnāyā. Diese Quelle beschreibt in großem Detailreichtum das alltägliche Leben im 10. Jahrhundert in einem ostsyrischen Kloster und seinem ruralen Umfeld in einer ansonsten schlecht dokumentierten Zeit und Region. Der Autor veranschaulicht das alltägliche Leben im Kloster, seine ökonomische Grundlage und das Verhältnis der Mönche zu ihrem christlichen und nicht-christlichen Umfeld und analysiert es im Kontext seiner historischen Situation. Das Ergebnis ist eine Momentaufnahme mit erstaunlichen Einsichten in das alltägliche, multireligiös geprägte Leben im Nordirak des 10. Jahrhunderts. Allerdings sind diesen durch die Natur der Quelle als hagiographischer Text Grenzen gesetzt.

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Transkription

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des Arabischen halte ich mich an die Prinzipien der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft, wobei ich bei den Diphthongen die Nebenform ay und aw verwende und nicht ai und au.1061 Bei der Transkription des Syrischen ist es schwieriger, da es keinen ähnlichen Standard gibt und fast jede Grammatik ein anderes System verwendet. So gibt es verschiedene Ansätze: Die einen Systeme sind komplex und versuchen alle sprachlichen Eigenheiten in der Transkription zu fassen, andere Systeme vereinfachen so stark, dass man am Ende in der Transkription nicht mehr das ursprüngliche Wort erkennen kann. Gleichzeitig überschneiden sich in den Grammatiken moderne Aussprachekonventionen der west- und ostsyrischen Traditionen, von den mittelalterlichen Grammatikern festgehaltenen Regeln und in der semitistischen Sprachwissenschaft rekonstruierte Formen. Da die Philologie und Semitistik der Geschichtswissenschaft zur Transkription kein praktikables System zur Verfügung stellt, bin ich wohl oder übel gezwungen, mir einen eigenen Weg durch die komplexen Regeln zu kämpfen. Leider bedeutet dies auch, dass ich gezwungen bin, mich nach Regeln zu richten, die nicht eindeutig sind, so z. B. die Frage, wann die Femininendung auf -tā, wann auf -ṯā lautet.1062 Die einfachste Lösung, einfach bei der syrischen Schrift zu bleiben, wollte ich dennoch aufgrund des Syrischen nicht mächtiger Leser vermeiden. Transkriptionen verwende ich zudem nur dort, wo die syrische Textgestalt für die Argumentation notwendig erschien, zumeist habe ich mich auf die Wiedergabe meiner Übersetzung beschränkt. Da die Handschrift V im digitalen Bereich der Biblioteca Apostolica Vaticana ohne Beschränkung einzusehen ist, kann die syrische...

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