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Didaktik der beruflichen Fachrichtung Informationstechnik/Informatik

Band 1: Theoriebildung

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Edited By Axel Grimm

Die Didaktik der beruflichen Fachrichtung Informationstechnik/Informatik steht historisch, berufswissenschaftlich und ordnungspolitisch in einem Spannungsverhältnis. Eine auch nur in Ansätzen geschlossene Theoriebildung zu einer Didaktik der Informationstechnik liegt nicht vor. Ausgehend von diesem Desiderat soll mit dieser Veröffentlichung eine erste Lücke geschlossen werden. Ziel dieses Buches ist es, Gegenstandsbereiche vorzustellen, die für eine Theoriebildung einer Didaktik der beruflichen Fachrichtung Informationstechnik/Informatik von Bedeutung sind. Dazu sind Beiträge eingeholt worden, die eine theoretische Einordnung auf verschiedenen Analyseebenen ermöglichen. Band 1 „Theoriebildung" schafft somit ein erstes Fundament, das im Weiteren ausgebaut werden wird. Ziel ist es, der beruflichen Fachrichtung Informationstechnik/Informatik und deren Didaktik ein eigenständiges Profil zu geben, damit sie sich gegenüber dem Status quo emanzipieren kann.

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Berufsbildung in informationstechnischen Berufen – ein Weg zu gleichen Chancen und Gendergerechtigkeit in der Arbeitswelt? (Angelika Lippe-Heinrich)

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Berufsbildung in informationstechnischen Berufen – ein Weg zu gleichen Chancen und Gendergerechtigkeit in der Arbeitswelt?

Angelika Lippe-Heinrich

Befunde und Fazit aus der Praxis eines Wirtschaftsmodellversuchs

Zusammenfassung: Der Wirtschaftsmodellversuch „IT-Kompetenz und Gender Mainstreaming in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung“ (im Folgenden nur noch WiMo genannt), dessen zentrale Ergebnisse aus der Sicht der wissenschaftlichen Begleitung im Folgenden dargestellt werden, trägt den Arbeitstitel „IT-Kompetenz und Gender Mainstreaming in Aus- und Weiterbildung“. Er ist dem Schwerpunkt „Prozessorientierte und erfahrungsgeleitete berufliche Bildung“ zuzuordnen und bislang einziger Wirtschaftsmodellversuch in Deutschland, der sich der Gestaltung innovativer Lernformen im Kontext informationstechnischer Vernetzung und der Gestaltung gendergerechter Bildungsprozesse widmete.1

Ausgangslage und Arbeitsauftrag

Ausgangslage und offene, forschungsrelevante Fragen

Festzuhalten ist, dass die Gleichstellung von Männern und Frauen seit vielen Jahren in allen Ländern der Europäischen Gemeinschaft und somit auch in Deutschland gesetzlich verankert ist. Gleichstellungsziele manifestieren sich seit 1945 bis in die heutige Zeit in unterschiedlichen Gesetzen, Verordnungen und europäischen Verträgen, angefangen von Texten der Vereinten Nationen (1945), dem deutschen Grundgesetz (GG Artikel 3.3 von 1949), der europäischen Menschenrechtskonvention (1950), dem Amsterdamer Vertrag (1997) oder den Zielvorgaben des europäischen Vertrags von Lissabon. Danach sollte die Gleichberechtigung der Geschlechter vor dem Gesetz längst vollzogen sein, insbesondere was z. B. den Zugang zu Ausbildung und Beruf angeht und die Lohngleichheit. Selbst das im Jahr 2005 in Deutschland verabschiedete Gesetz zur Quotierung des Anteils von Frauen in Aufsichtsräten mitbestimmter Unternehmen hat bislang...

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