Show Less
Restricted access

Kleine Texte

Series:

Edited By Steffen Pappert and Kersten Sven Roth

Kleine Texte sind meist multimodale Erscheinungsformen, die in vielerlei Hinsicht unsere Alltagserwartungen an das, was Texte sind und sein können, in Frage stellen. In unserem kommunikativen Alltag sind wir umzingelt von zahllosen Kommunikaten, denen wir uns kaum entziehen können. Trotz dieser Allgegenwart sind linguistische Untersuchungen zum Thema «Kleine Texte» immer noch rar gesät. Diese Kluft zwischen alltäglicher Relevanz und textlinguistischem (Des-)Interesse soll der vorliegende Band verringern. Die im Band versammelten Beiträge zeigen zum einen verschiedene Zugriffsmöglichkeiten auf den Gegenstand Kleine Texte und seine begriffliche Eingrenzung. Das Spektrum der Beiträge reicht dabei zum anderen von theoretisch-begrifflichen über empirische bis hin zu dezidiert angewandten Arbeiten.

Show Summary Details
Restricted access

Kleine Texte nirgends, kleine Texte überall – zu einer vernachlässigten Textgröße im Deutschunterricht

Matthias Knopp

Extract

Abstract: The article focuses on the potential of small texts for reflections on language in school. An explorative study of contacts to and knowledge about small texts (by pupils) as well as small texts in German textbooks shows the marginal role of small texts in school. Based on the theoretical outlines and the results of the explorative study the article concludes with suggestions for an insightful teaching treatment.

Keywords: language didacticsreflections on languagesmall texts in school

Wer das liest, ist doof

Hausaufgaben bis Montag: Deutschbuch D Eins, S. 22, Aufgabe 1–5

Kleist, Brentano, von Günderrode, Schlegel

Keine Reklame!

Bei der Betrachtung schriftlicher Texte der Kategorie „kleine Texte“ (Hausendorf 2009) wird in sprachdidaktischer Perspektive bzw. mit Blick auf den Deutschunterricht deutlich, dass kleine Texte dort – wie auch in anderen Schulfächern – zwar omnipräsent sind, aber insbesondere in sprachreflexiver Hinsicht kaum eine Rolle spielen. Dabei nimmt diese von Domke (2014) auch als Meso-Kommunikation beschriebene Form von Kommunikation einen vergleichsweise großen Stellenwert in der Alltags-, Freizeit- und Arbeitswelt ein. Vermutlich gibt es wesentlich mehr kleine Texte auf der Welt als große. Zugleich greifen kleine Texte durch Handlungsanweisungen und Regelungen permanent und massiv in zentrale Aspekte unserer Lebenswelt ein. Kleine Texte ‚wirken‘ dabei aber eher unbemerkt und im Stillen. Sie sind materialgebunden, ortsspezifisch und zugleich ortsgebunden. Sie helfen den Rezipierenden z.B. bei der Orientierung in und ←285 | 286→Nutzung von Räumen (Warenausgabe im EG), der Bedienung...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.