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Semantische und pragmatische Aspekte der Grammatik

DaF-Übungsgrammatiken im Fokus

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Edited By Claudio Di Meola and Daniela Puato

Ist Grammatik im modernen DaF-Unterricht wirklich überflüssig oder bestenfalls ein notwendiges Übel? Die AutorInnen der 16 Beiträge dieses Bandes glauben nach wie vor an die didaktische Zentralität der Grammatik, allerdings nicht als rein formbezogenes System, sondern als semantisch-pragmatisches Mittel zur inhaltlichen Differenzierung und Verfolgung bestimmter kommunikativer Ziele.

Nach einem einleitenden Beitrag enthält der Band 15 Fallstudien, die sich mit für DaF-Lernende relevanten Sprachphänomenen befassen. Jede Studie nimmt 24 gängige Übungsgrammatiken (Anfänger und Fortgeschrittene) jeweils kritisch unter die Lupe in Bezug auf semanto-pragmatische Aspekte. Es werden die wissenschaftlich-didaktische Adäquatheit der Regeln und Erklärungen bewertet sowie originelle didaktische Vorschläge erarbeitet.

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Funktionsverbgefüge: Fabio Mollica (Mailand)

Fabio Mollica (Mailand)

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Abstract: So-called Funktionsverbgefüge (engl. light verbs constructions) are most of the time taught at the advanced language level. They present specific formal and functional characteristics (e.g. presence of a function verb, expression of Aktionsart/active vs. passive meaning, use in rather − but not only − formal or technical contexts, etc.). Didactic grammars need to adequately describe such characteristics so that learners can apply Funktionsverbgefüge correctly in language production.

Unter dem Terminus „Funktionsverbgefüge“ (auch „Stützverbgefüge“) werden in der Literatur i.d.R. Verbindungen subsumiert, die aus einem Substantiv (oft einem Abstraktum), das aus einem Verb (oder auch aus einem Adjektiv) nominalisiert (Nomen Actionis) wurde, und aus einem meistens an lexikalischer Bedeutung armen Verb (Funktionsverb [FV]) bestehen, wobei das Substantiv Träger der Hauptbedeutung ist. In anderen Sprachen werden Termini wie light verbs (Englisch), costruzioni a verbo supporto (Italienisch), constructions à verbe support (Französisch) usw. verwendet.

Es handelt sich syntaktisch um Kombinationen von Wörtern, die semantisch als ein einziges Prädikat zu betrachten sind, denn die nominalen Bestandteile sättigen zwar die Valenz des jeweiligen FV, fungieren jedoch nicht als Aktant oder – mit den Worten von Zifonun/Hoffmann/Strecker (1997: 1069) – es handelt sich um ein „Komplement ohne Argumentstatus“.

Je nach Klassifizierung werden zwei Gruppen FVG unterschieden, je nachdem, ob zwischen dem Verb und der Nominalphrase eine Präposition (mit oder ohne Artikel) steht:

a)FVG mit akkusativischer Nominalphrase: Abschied nehmen, Anwendung finden, Kenntnis geben

b)FVG mit Präpositionalphrase: etw. zum...

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