Show Less
Restricted access

Die süddeutsche Städtelandschaft – ein interregionaler Vergleich

Unter Mitarbeit von Christoph Gunkel

Edited By Wolfgang Wüst and Klaus Wolf

In der Geografie, als einer Leitwissenschaft in Sachen «Landschaft», definiert man aktuell Städtelandschaften als maßstäblich und räumlich ganz unterschiedliche Ebenen. Diese lassen sich auf einzelne Städte, auf bestimmte Stadtregionen und selbst auf Metropolregionen oder die seit 1918 eingeführte Megalopolis projizieren. Historiker verstehen unter einer «Städtelandschaft» meist ein Gebiet mittlerer Größenordnung mit unterschiedlich starker Urbanisierung, wobei in der «Stadtlandschaft» Städte und Märkte, Bürger und Händler im umschriebenen Raum zwangsläufig eine dominierende Rolle spielen. Der interterritoriale Vergleich führt uns einerseits hinaus in die Welt der europäischen Urbanität, andererseits liegt ein deutlicher Fokus auf den großen wie kleinen Städten Süddeutschlands. In Farbe und Ausführlichkeit analysieren die Autoren dort die Stadtkultur vom Mittelalter bis zur Moderne. Politische, soziale und ökonomische Netzwerke werden ebenso behandelt wie spannende interstädtische Bezüge durch Reisende, Gelehrsamkeit, Schulen, Literatur oder Musik. Teildisziplinen wie die Historische Ortsnamenforschung runden das Bild ab.

Show Summary Details
Restricted access

Geleitwort des Präsidenten des Deutschen Städtetages

Extract





Foto: Deutscher Städtetag.

Städte sind immer gut, wenn sie über ihre Stadtgrenzen hinaus denken und wirken. Die Stadt der Zukunft ist eine agile Stadt. Regionale Initiativen und interkommunale Kooperationen sind dabei kein neues Phänomen. Ihre Bedeutung hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Denn es gibt viele gute Gründe, gemeinsam und partnerschaftlich die vorhandenen Aufgaben zu erfüllen, Standards zu halten oder zu erhöhen. Demografischer Wandel, die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, Zuwanderung und Integration, Digitalisierung und eine klimagerechte Stadtentwicklung – für all diese Themenfelder und viele weitere müssen aus kommunaler Sicht dringend Lösungen gefunden werden. Und das in Zeiten knapper finanzieller und personeller Ressourcen sowie eines wachsenden Wettbewerbs der Regionen.

Dabei ist ein Kirchturmdenken schon lange nicht mehr angesagt. Denn es geht schlicht darum, Synergieeffekte zu nutzen und das städtische Leistungsspektrum für die Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen, ohne die eigene Identität zu verlieren. Partnerschaftliche Aufgabenerfüllung ist also vielmehr Ausdruck der kommunalen Selbstverwaltung und eines verantwortungsbewussten Umgangs mit personellen und finanziellen Ressourcen. Das ist gerade in Zeiten der Krise wichtiger denn je. Die Steuerschätzungen zeigen: Die Corona- Pandemie verschlechtert auch in den kommenden Jahren dramatisch die Finanzlage der Kommunen. Interkommunale Zusammenarbeit ermöglicht Kosteneinsparungen durch Spezialisierungsvorteile, beispielsweise bei der Beschäftigung von teuren IT- Fachspezialisten, und schafft Größenvorteile bei kommunalen Leistungen. Warum zwei kleine Klärwerke an der jeweiligen Stadtgrenze betreiben, wenn ein großes Klärwerk...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.