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Die süddeutsche Städtelandschaft – ein interregionaler Vergleich

Unter Mitarbeit von Christoph Gunkel

Edited By Wolfgang Wüst and Klaus Wolf

In der Geografie, als einer Leitwissenschaft in Sachen «Landschaft», definiert man aktuell Städtelandschaften als maßstäblich und räumlich ganz unterschiedliche Ebenen. Diese lassen sich auf einzelne Städte, auf bestimmte Stadtregionen und selbst auf Metropolregionen oder die seit 1918 eingeführte Megalopolis projizieren. Historiker verstehen unter einer «Städtelandschaft» meist ein Gebiet mittlerer Größenordnung mit unterschiedlich starker Urbanisierung, wobei in der «Stadtlandschaft» Städte und Märkte, Bürger und Händler im umschriebenen Raum zwangsläufig eine dominierende Rolle spielen. Der interterritoriale Vergleich führt uns einerseits hinaus in die Welt der europäischen Urbanität, andererseits liegt ein deutlicher Fokus auf den großen wie kleinen Städten Süddeutschlands. In Farbe und Ausführlichkeit analysieren die Autoren dort die Stadtkultur vom Mittelalter bis zur Moderne. Politische, soziale und ökonomische Netzwerke werden ebenso behandelt wie spannende interstädtische Bezüge durch Reisende, Gelehrsamkeit, Schulen, Literatur oder Musik. Teildisziplinen wie die Historische Ortsnamenforschung runden das Bild ab.

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Augusta- Miszelle zu Cervantes’ „Don Quijote“

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Abstract: The miscellany is dedicated to the evocation of the Augsburg area in the Second Part (1615) of Miguel de Cervantes’ “Don Quixote” as an Early Modern expression of a contingent sociohistorical imaginary in Habsburg Spain.

Es ist sicher kein Zufall, dass die punktuelle Erwähnung Augsburgs in Miguel de Cervantes’ zweiteiligem Meisterwerk „Don Quijote“ zu Beginn des 17. Jahrhunderts in einem religiös- ökonomischen Kontext steht. So trifft in Kapitel 54 des Zweiten Teils Don Quijotes „Knappe“ – der mittlerweile zum „Gouverneur“ beförderte – Sancho Panza auf eine Gruppe von Pilgern, worunter sich ein alter Bekannter von ihm, ein Moriske namens Ricote, befindet, der ihm das unverhoffte Wiedersehen mit folgenden Worten hinlänglich erklärt: „Wohl weißt du, Sancho Panza, mein Nachbar und lieber Freund!, wie sehr uns der Aufruf Seiner Majestät, der öffentliche Erlass, den er gegen die von meiner Herkunft verhängt hat, in Angst und Schrecken versetzte. Zumindest bei mir saßen sie so tief, dass ich den Eindruck hatte, schon vor der Zeit, da wir Spanien verlassen sollten, würden ich und meine Kinder die Härte der Strafe leibhaftig spüren. So hielt ich es für klug, Vorkehrungen zu treffen, denn wer weiß, dass man ihm dann und dann sein Dach über dem Kopf wegnehmen wird, der sucht sich ein anderes, weshalb ich also vorsorglich allein, ohne meine Familie, das Dorf verließ, um zu sehen, wohin ich sie bringen könnte […], denn ich begriff sehr wohl, wie all...

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