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Die Diözesankurie

Blick hinter die Kulissen der Bistumsverwaltung

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Edited By Burkhard Josef Berkmann

Der Tagungsband untersucht den gegenwärtigen Umbau vieler Bistumsverwaltungen, der insbesondere die Themen Transparenz, Frauen in Leitungspositionen sowie die Vermeidung von Finanzskandalen und Machtmissbrauch umfasst. Der Band präsentiert aktuelle Berichte von Fachleuten aus sieben (Erz-)Diözesen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Da z.B. in Deutschland zahlreiche Besonderheiten wie Justiziare, Finanzkammern und Ordinariatskonferenzen bestehen, geben die Beiträge einen Einblick in regionale Besonderheiten und gegenwärtige Umstrukturierungsmaßnahmen in den Bistumsverwaltungen. Abschließend werden diese in einem kirchenrechtlichen Kontext reflektiert.

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Diözesankurien im deutschen Sprachraum: Vergleichende und weiterführende Überlegungen: Burkhard Josef Berkmann

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Burkhard Josef Berkmann

Die Berichte aus den sieben verschiedenen Diözesen des deutschen Sprachraums zeigen, wie aktuell das Thema der Diözesankurien und ihrer rechtlichen Gestalt ist. Fast alle dieser Diözesen gehen zurzeit einen Weg der Umstrukturierung, sei es, dass sie ihn planen, sich mitten in der Umsetzung befinden oder diese schon fast abgeschlossen haben. Nur auf St. Gallen trifft dies nicht zu, doch ist das Schweizer Beispiel wegen seiner Andersartigkeit sehr wertvoll, um die Kontraste deutlicher hervortreten zu lassen.

Die Veränderungen wurden durch verschiedene Faktoren angestoßen, etwa durch Skandale bei der Vermögensverwaltung in einzelnen Diözesen und die damit verbundene Transparenzinitiative der deutschen Bischöfe, durch die Aufdeckung von Machtmissbrauch in der MHG-Studie sowie durch das Bestreben, mehr Laien und insbesondere Frauen in Leitungspositionen einzubinden. Um die Tragweite der Reformen besser zu verstehen, lässt es sich nicht vermeiden, auf die vorausgegangenen Probleme in drei Diözesen hinzuweisen: Limburg, Eichstätt und Gurk.

Bei dem Bauprojekt auf dem Limburger Domberg („Haus der Bischöfe“) beanspruchte zuerst das Domkapitel die Gestaltungshoheit, obwohl klar war, dass seine Zuständigkeit nicht gegeben ist.1 Der neue Diözesanbischof brachte dem Domkapitel zur Kenntnis, dass „der Bau und die Unterhaltung des ‚Hauses der Bischöfe‘ Sache des Bischöflichen Stuhles sein wird“2. In diesem Zusammenhang wurde das Statut des Bischöflichen Stuhls dahingehend geändert, dass sich die Verwaltung seines Vermögens nicht länger nach den Bestimmungen über die Verwaltung des Di...

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