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Hans Albert und der Kritische Rationalismus

Festschrift zum 100. Geburtstag von Hans Albert

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Edited By Volker Gadenne and Reinhard Neck

Am 8.2.2021 feiert Hans Albert seinen 100. Geburtstag. Hans Albert ist der wichtigste Vertreter des Kritischen Rationalismus im deutschen Sprachraum und weit darüber hinaus. Aus diesem Anlass verfassten 19 Freunde, Schüler, Kolleginnen und Kollegen Forschungsbeiträge und Übersichtsaufsätze zu Themen dieser Philosophie. Behandelt werden unter anderem Themen wie das Münchhausen-Trilemma, die Erkenntnis- und Entscheidungspraxis des Kritischen Rationalismus und Anwendungen dieser Philosophie auf Fragen von Soziologie, Volkswirtschaftslehre, Rechtswissenschaft und Geschichtswissenschaft. Die Beiträge zeigen, dass der Kritische Rationalismus eine fortschrittliche und attraktive Philosophie auch für das 21. Jahrhundert ist.
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13. Notizen über Hans Alberts Beziehung zu Ernst Topitsch

Kapitel 13

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Kurt Salamun

Ich möchte im Folgenden zeigen, dass einerseits Ernst Topitsch (1919–2003) in der Lebensgeschichte von Hans Albert eine bedeutsame Rolle gespielt hat und andererseits auch Hans Albert Phasen der Denkentwicklung von Topitsch nachhaltig geprägt hat. Die gegenseitige fachliche Wertschätzung kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass beide einander in vielen ihrer Werke zitieren und in Fußnoten aufeinander verweisen.

Hans Albert schreibt in seiner Autobiographie über Topitsch, den er im Jahr 1953 kennengelernt hatte:

Wir entdeckten, dass wir nicht nur gemeinsame Interessen, sondern auch ganz ähnliche Anschauungen hatten, und begannen einen regen und anregenden Briefwechsel, der bis zu meiner Berufung nach Mannheim und dem damit verbundenen Umzug nach Heidelberg im Dezember 1963 dauerte. Dieser Umzug brachte mich und meine Familie in seine unmittelbare Nähe, sodass wir unseren Gedankenaustausch von da an mündlich fortsetzen konnten. Topitsch hatte nämlich 1963 einen Ruf auf den Lehrstuhl für Soziologie in Heidelberg angenommen. Er besuchte uns nun in der Semesterzeit meist einmal in der Woche, oft zusammen mit seiner Mutter, mit der er seine Heidelberger Wohnung teilte.1

Albert berichtet, dass sich Topitsch nach den jeweiligen Gesprächen und Diskussionen oft auch mit humorvollen Gedichten in sein Gästebuch eintrug. Zwei Beispiele davon wären:2

Den Hegel manche grimmig hassen,

Doch andre woll´n davon nicht lassen.

Zum Frieden rat ich euch die Regel:

Sir Popper ist der wahre Hegel.

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