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Der Weg, die Wahrheit und das Leben

Das Problem des religiösen Pluralismus

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Thomas Park

Seitdem John Hick durch seine pluralistische Position den Weg für eine Annäherung der Religionen geschaffen hat, haben seine Werke viel Aufmerksamkeit von Anhängern und Kritikern erfahren. Dieses Werk setzt sich kritisch mit dem Lebenswerk Hicks auseinander, und vergleicht die Argumente für seine Ansicht mit denen von Perry Schmidt-Leukel, Alvin Plantinga und Karl Rahner. Der Autor legt die Prämissen der vier Positionen offen, und macht deutlich, warum trotz aller berechtigten Kritik die pluralistische Position die plausibelste Antwort auf die Frage liefert, wieso es mehrere Religionen gibt, wenn laut dem NT (nur) Jesus Christus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.

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3. Fazit zu Hick

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Hicks religionspluralistische Theorie zeigt auf, wie man unter der Bedingung, dass man die religiösen Erfahrungen und Überzeugungen der verschiedenen Weltreligionen als menschliche Reaktionen auf eine transzendente Realität versteht, den Konflikt um die religiösen Wahrheitsansprüche lösen kann. Die sich widersprechenden Behauptungen der unterschiedlichen Religionen teilt er in drei Gruppen:

  i. widersprüchliche historische Behauptungen,

 ii. widersprüchliche transhistorische Behauptungen und

iii. widersprüchliche Behauptungen, die sich auf die Natur des WIRKLICHEN beziehen.337

Zu (i) gehörten solche faktischen Behauptungen wie z.B., dass Buddha von Indien nach Sri Lanka geflogen oder dass Jesus an seinem dritten Todestag körperlich auferstanden ist. Theoretisch könnten hier historische, d.h. empirische Beweise zeigen, welche Behauptungen stimmen.338 Weil das aber praktisch zumeist nicht überprüft werden könne, sollten die widersprüchlichen historischen Behauptungen „einfach anerkannt und toleriert werden.“339 (ii) enthalte Fragen, die mit empirischen Beweisen nicht oder noch nicht geklärt werden könnten wie z.B., ob die Welt seit Ewigkeiten besteht oder wie das Leben nach dem biologischen Tod aussieht. Weil über diese Fragen kein gesichertes Wissen bestehe, sollte man die Grenzen des eigenen Wissens als auch die Tatsache anerkennen, dass ein Wissen hierüber nicht heilsrelevant sei.340 Sowohl (iii) als auch (ii) könnten als Mythen betrachtet und deshalb nicht an ihrer Übereinstimmung mit Fakten, sondern ihrer Unterstützung der moralischen und spirituellen Wandlung der Gläubigen weg von der Egozentrik hin zu einer Ausrichtung an einer transzendenten Realit...

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