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Der Weg, die Wahrheit und das Leben

Das Problem des religiösen Pluralismus

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Thomas Park

Seitdem John Hick durch seine pluralistische Position den Weg für eine Annäherung der Religionen geschaffen hat, haben seine Werke viel Aufmerksamkeit von Anhängern und Kritikern erfahren. Dieses Werk setzt sich kritisch mit dem Lebenswerk Hicks auseinander, und vergleicht die Argumente für seine Ansicht mit denen von Perry Schmidt-Leukel, Alvin Plantinga und Karl Rahner. Der Autor legt die Prämissen der vier Positionen offen, und macht deutlich, warum trotz aller berechtigten Kritik die pluralistische Position die plausibelste Antwort auf die Frage liefert, wieso es mehrere Religionen gibt, wenn laut dem NT (nur) Jesus Christus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.

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9. Christlicher Glaube konsistent

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Weil man nach Plantinga nur dann gerechtfertigt ist, an bestimmten Annahmen festzuhalten, wenn man sich mit den betreffenden Einwänden auseinandergesetzt und diese als nicht überzeugend abgelehnt hat577, muss Plantinga zeigen, dass die Einwände gegen den von ihm vertretenen christlichen Glauben nicht dazu führen müssen, dass man diesen aufgibt.578 Nach Plantinga stellen weder die Theodizee, die Projektionsthese von Marx oder Freud, die zeitgenössische historische Bibelkritik noch die Vielfalt religiöser Formen solche Gründe dar.579 Von Interesse sind hier die beiden letztgenannten Punkte. Im Folgenden soll aufgezeigt werden, wie Plantinga deren Kritik zurückweist.

Wie in 8.5 beschrieben versteht Plantinga die Bibel als göttlich inspiriert und als eine spezielle580 göttliche Botschaft an die Menschheit, die dazu beitrage, dass Menschen zum christlichen Glauben gelangen.581 Wie kann an einer solchen Ansicht angesichts der historisch-kritischen Bibelforschung festgehalten werden? Hat diese nicht gezeigt, dass die Bibel eine Ansammlung von Texten aus den unterschiedlichsten Zeiten, von unterschiedlichen Autoren mit unterschiedlichen Motiven ist? Kann wirklich noch davon ausgegangen werden, dass z.B. die Jesusworte im Johannesevangelium auf Jesus zurückgehen, anstatt nur die Bedeutung Jesu für Johannes und dessen christliches Umfeld auszudrücken? Mit den Prämissen aus Abschnitt 8 lässt ←141 | 142→sich bereits sagen, dass Plantinga die letzte Frage bejahen würde.582 Denn der implizite Vorwurf, ein Christ sei ungerechtfertigt, irrational oder naiv zu glauben, dass sich in der Bibel das Wort Gottes ausdrückt, könne zurückgewiesen werden, wenn dem gläubigen Christen...

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